Philosophie Lexikon der Argumente

 
Wahrnehmung, Philosophie: Wahrnehmungen sind bewusste oder unbewusste Verarbeitungen von Zustandsänderungen bzw. Ereignissen in der Umwelt oder im Inneren eines lebenden Organismus. Wahrnehmungen spielen sich jeweils in der Gegenwart ab. Erinnerungen und Vorstellungen sind keine Wahrnehmungen. Im Sprachgebrauch wird der Ausdruck Wahrnehmung sowohl für den Vorgang des Wahrnehmens als auch für das Wahrgenommene gebraucht. Siehe auch Reize, Empfindungen, Sinneswahrnehmungen, Computation, Gedächtnis, Vorstellungen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 57
"Subliminale Wahrnehmung": (60er Jahre) war umstritten, von Werbefachleuten behauptet. Es gibt keine Belege für sie.
Dennoch: subtile Wahrnehmung: wenn zwei Objekte in einem genau bestimmten Abstand kurz gezeigt werden,
I 58
Können beide Objekte gesehen werden, sonst nur eins.
Bsp Frage: welches Gesicht habe ich Ihnen schon mal gezeigt: hier waren die Antworten zufällig.
Dagegen:
"Welches Gesicht bevorzugen Sie?": hier wählten die Versuchspersonen das Gesicht, das sie vorher "unterschwellig" gesehen hatten.
I 59
Gehirn/Bewusstsein/Frith: Hirnscanner zeigten, dass ein Objekt eine Veränderung der Hirnaktivität bewirken kann, ohne dass die Person sich dessen bewusst ist. (in der Amygdala).
I 61
These: "Unser Gehirn sagt uns nicht alles, was es weiß".
I 147
Wahrnehmung/Frith: These: Wahrnehmung ist eine Phantasie, die mit der Welt in Einklang steht.
I 179
Blinder Fleck/Gehirn/Wahrnehmung/Frith: das Gehirn erfindet etwas für die leere Stelle.
Bsp das Alphabet wird sehr schnell präsentiert. Dann ist man sicher, den Buchstaben A gesehen zu haben, auch wenn das B stattdessen erschienen ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Frith I
Chris Frith
Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.09.2017