Philosophie Lexikon der Argumente

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Willensfreiheit: Alltagssprachlich formuliert ist der Freie Wille die Fähigkeit eines Subjekts, unter Alternativen wählen zu können. Siehe auch Libet-Experimente, Freiheit, Subjekt, Individuum, Determinismus, Handlungen Autonomie, Kompatibilismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 85
Libet/Experiment/Frith: (1983): Bsp Einen Finger heben, wenn man den Wunsch dazu verspürt. Gehirnaktivität wurde mit einem EEG gemessen.
Es war bereits bekannt, dass es eine Aktivität vor der Spontanbewegung gibt. (Bereitschaftspotential). Es kann sich bis zu einer Sekunde vor dem Heben einstellen.
Neu: Libet: die Personen sollten sich den Zeitpunkt merken, zu dem sie den Wunsch verspürten.
I 86
Diese Zeitpunkt konnten sie auf einer speziellen Uhr ablesen. Das Experiment wurde mit andersartigen Uhren wiederholt und bestätigt.
Wunsch: trat ca. 200 msec vor dem tatsächlichen Heben auf.
Pointe: die charakteristische Veränderung der Gehirnaktivität, das Bereitschaftspotential trat ca. 500 msec vor dem tatsächlichen Heben auf.
Interpretation: zeigt das Experiment, dass wir keinen freien Willen haben?
Problem: die Alternativen sind extrem trivial.
I 87
Willensfreiheit/Frith: das Experiment zeigt nicht, dass wir keinen freien Willen haben, sondern dass wir uns nicht bewusst sind, die Wahl zu einem früheren Zeitpunkt getroffen zu haben.
I 204
Libet/Experiment/Versuche/Zeit/Uhr/Frith:
Variante: auf einen Ton mit Drücken reagieren. Die zu beobachtende Uhr war ein spezielles Ziffernblatt auf einem Computerbildschirm.
Pointe: die „mentale“ und die physikalische Zeit stimmten nicht überein. In ihrem Kopf tritt das Drücken des Knopfes etwas später und das ertönen der Glocke etwas früher ein.
mentale Zeit/Frith: hier sind die Komponenten der Handlung miteinander verbunden.
I 205
Variante: das Fingerzucken wird von außen durch einen magnetischen Puls ausgelöst. Dann hat man nicht das Gefühl, selbst der Urheber zu sein.
I 206
Handlung: das Fingerzucken ist dann keine Handlung. Das Gehirn verbindet auch nicht mehr den Ton und das Zucken.
mentale Zeit: wird hier auseinandergezogen.
Pointe: dadurch erkennt das Gehirn, dass Sie nicht der Urheber sind.
I 249
Libet/Experiment/Freiheit/Willensfreiheit/Wille/Frith: die Anweisung, sich selbstbestimmt zu verhalten führt zu einer illusorischen Freiheit.
Stattdessen wir ein komplexes Spiel mit dem Experimentator gespielt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Frith I
Chris Frith
Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013

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> Gegenargumente gegen Frith

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017