Philosophie Lexikon der Argumente

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Epistemische Logik: Eine Logik, die sich mit der Bewertung von Wissen und Glaubenseinstellungen befasst. Ein Problem der epistemischen Logik ist z.B. das alltägliche Fürwahrhalten widersprüchlicher Mengen von Aussagen. Siehe auch Paradoxien, Wissen, Wahrheit, Wissensparadoxien, Wissenslogik, Überzeugungen, Allwissenheit, Transitivität, Intensionen, Extensionen, Opazität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 11
Epistemische Logik/Standard/Hintikka: es gibt normalerweise extrem viele Alternativen die kompatibel sind, mit dem, was eine Person b weiß.
Aber es ist nicht nötig zu fordern, dass alle solche Welten wirklich im Bereich der zugelassenen Alternativen sind.
I 12
Epistemische Logik/Hintikka: es ist nicht klar, wie wir die Situation einschätzen sollten
a) Vs Beschränkung des Individuenbereichs: da die Beschränkung aber kaum zu vermeiden ist in alethischer Standard-Modallogik, ist das wieder ein Argument gegen die Möglichkeit von alethischer Modallogik.
b) man könnte die Idee bejahen, dass nicht alle epistemisch und doxastisch möglichen Welten auch logisch möglich sein müssen.
I 17
Epistemische Logik/Hintikka:; wird meist als Zweig der Modallogik betrachtet.
Semantik möglicher Welten/MöWe/Semantik/Hintikka: ist ein irreführender Ausdruck für die Semantik der epistemischen Logik.
Epistemische Logik/Hintikka: die meiste Arbeit konzentriert sich auf syntaktische Fragen und deduktive Techniken. Das ist ein Fehler.
Statt dessen:
Sollte man sich auf semantische (modell-theoretische) Fragen konzentrieren.
Epistemische Logik/Gesetze/Hintikka: die grundlegenden Gesetze werden durch eine einfache Idee erhalten:
Def Wissen/Hintikka: ist das, was dem Wissenden ermöglicht, sich auf die Teilmenge W1 der Menge aller Welten W zu konzentrieren.
W1: ist dann relativ nicht nur auf den Wissenden b, sondern auch relativ auf das Szenario w0 ε W.
Def b weiß dass S gdw. S in allen epistemischen b-Alternativen wahr ist.
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I 143
Eindeutigkeitsbedingung/W-Fragen/Antwort/Hintikka: die Bedingung dafür, das etwas eine vollständige und eindeutige Antwort auf eine Wer-Frage (mehrdeutig, s.o.) ist, ist zunächst, dass (8) (7) implizieren muss,
(6) Wer ist der Mann dort drüben?
(7) Ich weiß, wer der Mann dort drüben ist
Bsp es ist Sir Norman Brook.
(8) Ich weiß, dass der Mann dort Sir Norman Brook ist.
Problem: der Schritt von (8) nach (7) ist der einer existentiellen Generalisierung (EG).
I 144
Problem. dazu brauchen wir eine zusätzliche Prämisse Bsp
(13) (Ex) Ki (Sir Norman Brook = x).
(nicht-gespiegelter Quantor, wahrnehmungsmäßig)
« Ich weiß, wer Norman Brook ist ». .
Epistemische Logik/Kriterium/Hintikka: damit liefert die epistemische Logik gratis ein zusätzliches Kriterium für vollständige Antworten.
Pointe: das gilt für beide Methoden der Identifikation (öffentlich/perspektivisch).
Eindeutigkeitsbedingung: dafür, dass Bsp „der Mann da drüben“ eine eindeutige und vollständige Antwort auf (9) ist:
(14) (∃x) KI (dass der Mann dort = x)
D.h. dass der Mann, auf den gezeigt wird, zur Bekanntschaft des Fragenden zählt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.11.2017