Philosophie Lexikon der Argumente

 
Intensionale Logik: Eine Logik, die über die Untersuchung der Verknüpfungsmöglichkeiten feststehender (extensionaler) Aussagen hinausgeht. Probleme treten dabei im Zusammenhang mit Bedeutungsverschiebungen von Intensionen (Aussagen, die auf Sprecher und Situationen relativiert sind) auf. Ein zentrales Problem ist die Unmöglichkeit, in intensionale Kontexte zu quantifizieren, das heißt, z.B. aus einem Traum auf die Existenz der geträumten Inhalte zu schließen. Auch die Behandlung von Möglichkeit und Notwendigkeit gehört in die Intensionale Logik. Siehe auch Modallogik, Mögliche Welten, Semantik möglicher Welten, Intensionen, Propositionen, Opazität, Möglichkeit, Notwendigkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 11
Intensionale Logik/Nicht-Standard/Hintikka: intensionale Logik gebraucht Nicht-Standard-Semantik (d.h. dass der Individuenbereich nicht fix ist.). Daher ist es nicht nötig, den Bereich der möglichen Welten ihres Rahmens zu beschränken. Sie wäre auch aus anderen Gründen unangemessen:
Epistemische Logik: hier würde die Beschränkung bedeuten, dass jeder die Identität aller Individuen in der möglichen Welt kennt. Das würde zu einer Allwissenheit führen.
Außerdem:
Problem: damit würde die Situation noch merkwürdiger: es muss dann oft epistemische Alternativen zur Welt w0 geben, die keine alethischen (logischen) Alternativen sind! Das widerspricht der natürlichen Annahme, dass:
Logische Möglichkeit: bildet die weiteste Klasse von Möglichkeiten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

> Gegenargumente gegen Hintikka

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017