Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Metapher: Die Übertragung eines sprachlichen Ausdrucks in einen anderen Zusammenhang als den, in dem er erwartet wurde. Die Erwartung ergibt sich aus der Häufigkeit von bisherigen Verwendungen in bestimmten Kontexten. Durch die Übertragung wird ein Ausdruck, der eigentlich an der Stelle in der Rede erwartet wurde, ersetzt. Bedingung für die Ersetzung ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Merkmalen von altem und neuem Ausdruck, die für das Verständnis erforderlich ist. Die Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des neuen Ausdrucks ist eine Bedingung für die rhetorische Wirkung der Metapher.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
Gärdenfors I 39
Metapher/Invarianzprinzip/Lakoff/Gärdenfors: (Lakoff 1993, p. 215) These: Metaphorische Abbildungen erhalten die kognitive Topologie (d.h. die Bild-Schema-Struktur) des Ausgangsbereichs in einer Weise, die mit der inhärenten Struktur des Zielbereichs übereinstimmt.
I 40
Gärdenfors: was übertragen wird, ist eher das Muster als die bereichsspezifische Information.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Lako I
G. Lakoff
Where Mathematics Come From: How The Embodied Mind Brings Mathematics Into Being 2001

Lako II
George Lakoff
On generative semantics Bloomington 1969

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

> Gegenargumente gegen Lakoff



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.07.2017