Philosophie Lexikon der Argumente

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Teile, Philosophie: Im Gegensatz zu Elementen einer Menge können Teile eines Ganzen in hierarchischen Relationen stehen. Es kann Abhängigkeiten, insbesondere ontologische Abhängigkeiten zwischen Teilen und Ganzem sowie zwischen Teilen eines Ganzen untereinander bestehen, weil Teile unter Umständen nicht existieren können, wenn ein fraglicher Teil nicht existiert. Siehe auch Extrinsisches, Transitivität, Reflexivität, Symmetrie, Mereologie, Mengenlehre, Elemente, Ordnung, Überlappung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Schwarz I 34
Endurantismus/Van Inwagen/Schwarz: Bsp Raupe/Schmetterling: These: es gibt gar kein Insekt, nichts was über die Verpuppung hinaus existiert.

Rekombination/Mereologie/Schwarz: die Existenz zeitlicher Teile folgt direkt aus dem mereologischen Universalismus zusammen mit der Ablehnung des Präsentismus. Dann gibt es auch Bsp Aggregate aus Sokrates und Eiffelturm (mereologische Summe) Sokrates ist davon ein zeitlicher Teil, der irgendwann aufhört zu existieren. So wie Bsp ein ausgetrockneter See, der sich aber zur Regenzeit wieder füllt (Eiffelturm).

Zeitliche Teile/van Inwagen: (van Inwagen 1981) van Inwagen lehnt zeitliche Teile grundsätzlich ab.
SchwarzVsvan Inwagen: dann muss er den mereologischen Universalismus radikal beschränken oder Präsentist sein.

Perdurantismus/Lewis/Schwarz: plädiert für seine Kontingenz. Frage/Schwarz: was soll denn kontingent sein? Soll es mögliche Welten geben, wo die gewöhnlichen Dinge keine zeitlichen Teile haben? Oder sollen spezielle Dinge zeitlich atomar sein und nie ihre Form ändern? Lewis scheint nur letzteres zu erlauben.
Schwarz I 34
Zeitliche Teile/Mereologie/Schwarz: akzeptiert man aber Aggregate aus Sokrates und Eiffelturm, könnte man immer noch bestreiten, dass Sokrates selbst zeitliche Teile hat.
Lewis: behauptet selbst auch nicht, dass notwendig alles, was über die Zeit hinweg existiert, aus zeitlichen Teilen besteht (1986f,x,1986e,205,1994 §1) VsStowe: zeitliche Teile sollen keine Analyse zeitüberdauernder Existenz liefern
Lewis: (1083d,76,ähnlich Armstrong 1980,76): Bsp ein Kind, Frieda1 verschwindet plötzlich, während ein anderes Kind, Frieda2 plötzlich auftaucht. Das mag den Naturgesetzen widersprechen, ist aber logisch möglich.
Schwarz I 35
Vielleicht bemerkt niemand etwas. Und es gäbe ja auch nichts zu bemerken.
Vs: das ist nicht überzeugend.
EndurantismusVs: kann die Prämissen gar nicht akzeptieren.
van InwagenVs: Frieda1 und Frieda2 können nicht so aneinandergereiht existieren und dennoch verschieden bleiben. (2000,398)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.10.2017