Philosophie Lexikon der Argumente

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Analyse: Untersuchung eines Gegenstands durch Zerlegung in seine Bestandteile.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Cresswell I 21
Lexikalische Dekomposition/Analyse/Katz/Wortbedeutung/Liste/Cresswell: (Katz 1972, S 49). Bsp „Stuhl“:

(10) (Objekt), (Physikalisch),(Nicht-lebendig),(Artefakt),(Möbel), (Tragbar),(Etwas mit Beinen),(Etwas mit einem Rücken), (Etwas mit einer Sitzfläche), (Sitz für einen)

Problem: Katz lehnt es ab zu sagen, was z.B. (Objekt) ist.
Pointe: selbst in letzter Zeit (Harrison 1974, 601 ff) finden wir dieses „Objekt“ als englisches Wort (!) ((s) Also nicht als physischen Gegenstand) aufgefasst.)
Cresswell: das ist alles in Ordnung, solange wir Bsp (Sitz für einen) als hinreichend ähnlich einem Elektron in einer physikalischen Theorie auffassen.
I 32
CresswellVsKatz: wir haben einfach keine Vorstellung davon, was die grundlegendsten Entitäten seiner Dekomposition sein sollen. Dagegen haben wir in der Semantik möglicher Welten sehr wohl eine Vorstellung davon!
I 21
Semantik möglicher Welten /Wortbedeutung/CresswellVsKatz: Bsp „Stuhl“: eine Funktion , so dass für jede Welt w und Ding a, w ε ω(a) gdw. a ein Stuhl in w ist. s.u. I 51: omega/ω: Bewertung eines Prädikats, w: mögliche Welt) ((s) „w ε ω (a)“: die Welt w ist ein Element der Menge der Welten, in denen dieser Gegenstand ein Stuhl ist“/“ ω (a)“: die Funktion ω macht aus diesem Gegenstand den Gegenstand „ω (a)“).
I 32
Problem: das ist nicht ganz akkurat: so wie es eine Referenz auf verschiedene Welten gibt, sollte es auch eine auf verschiedene Momente geben können, wo etwas in einem Moment ein Stuhl ist, aber nicht in einem anderen.
Kontextabhängigkeit/Cresswell: wird sowohl in der Semantik möglicher Welten (Cresswell 1973,180) als auch in der Katz/Fodor-Semantik berücksichtigt. (Katz 1972, 303ff). Die Zirkularität ist hier nur scheinbar: wenn ich „Stuhl“ in meiner Metasprache gebrauche, habe ich natürlich mit der Kenntnis des Lesers dieser Metasprache gerechnet. So dass die Weise in der die Menge der Welten, in denen x ein Stuhl ist, präsentiert wurde, das Wort „Stuhl“ gebrauchte.
Katz/Fodor-Semantik/ Semantik möglicher Welten/Cresswell: man kann beide verbinden: Bsp „Stuhl“: würden wir nicht als einzelnes Symbol behandeln, dessen Bedeutung w ist, sondern als komplexen Ausdruck der Form
(x ist ein Objekt) & ...& (x ist ein Sitz für einen).



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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Katz I
Jerrold J. Katz
"The philosophical relevance of linguistic theory" aus The Linguistic Turn, Richard Rorty Chicago 1967
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974

Katz II
Jerrold J. Katz
Jerry Fodor
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Katz III
Jerrold J. Katz
Jerry Fodor
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Katz V
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

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