Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.
 
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Pauen I 99
"Wissenschaflticher Realismus"/Terminologie/Pauen: (Scientific Realism): Churchlands und Sellars" Ansatz:
These: Die Ontologie wird bestimmt durch die Entitäten, deren Existenz unsere besten wissenschaftlichen Theorien (>Beste Erklärung) behaupten.
Die Abhängigkeit der Sprache von der Ontologie bleibt dann allein deshalb bestehen, weil es für das obige Argument irrelevant ist, wovon unsere Existenzannahmen ihrerseits abhängen.
Churchland/Pauen: verpflichtet die Wissenschaften auf eine sehr starke Vorstellung der Natur als einer Art "Ding an sich", ultimative Autorität bei der Entscheidung über Theorien.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Churchland
> Gegenargumente zu Ontologie



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017