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Theorien: Theorien sind Aussagensysteme zur Erklärung von Beobachtungen z.B. von Verhalten oder physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen. Beim Aufstellen von Theorien werden ein Gegenstandsbereich, ein Vokabular der zu verwendenden Begriffe und zulässige Methoden der Beobachtung festgelegt. Ziel der Theoriebildung ist außer Erklärungen Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit von Beobachtungen. Siehe auch Systeme, Modelle. Experimente, Beobachtung, Beobachtungssprache, Theoretische Termini, Theoretische Entitäten, Voraussagen, Analogien, Vergleiche, Beweise, Verifikation, Reduktion, Definitionen, Definierbarkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Vil��m Flusser über Theorien – Lexikon der Argumente

Rötzer I 61
Neue Theorie/Flusser: Eine neue Theorie ist die Entwicklung immer besserer Modelle.
Theorie wechselt vom Dom in die Werkstatt und tritt in doppelten Widerspruch zu dem, was dort gemacht wird.
1. Der theoretische Blick muss sich den Gegebenheiten anpassen und
2. Modelle werden übergeben und man muss sehen, was dabei herauskommt. Doppelter Widerspruch zwischen Observation und Theorie einerseits und Experiment und Theorie andererseits. > Moderne Wissenschaft und Technik.
In den entsprechenden Werkstätten wurde dann nicht mehr von Kunst, sondern von Technik geredet, und einen Autor sucht man dort vergebens.
Rötzer I 62
Kunst ohne Theorie/Flusser: (Experiment, Modell) führt zu dem Ergebnis, dass sich Kunstmacher selbst zu Autoren ernennen, und behaupten, ihre eigenen Kriterien zu besitzen.
I 62/63
Zwei Typen von Werkstätten:
1.Typ liefert Modelle zur Weltveränderung,
2. Typ liefert Modelle für müßige Anschauung. Diese Modelle werden seither Kunst genannt.
Dadurch Trennung der Kultur in einen harten, wissenschaftlichen und einen weichen, Künstlerisch humanistischen Zweig, allerdings nicht problemlos.
Die Modelle der Kunst sind Erlebnismodelle: aistheta.
Die der Technik Verhaltensmodelle: ethos.
Durch die Theoriegründung sind die Technikmodelle ungleich kreativer. Man vergleiche nur das Telefon mit einem Gemälde Picassos.
Gegenwärtig können Qualitäten quantifiziert werden und umgekehrt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996

Rötz I
F. Rötzer
Kunst machen? München 1991

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