Philosophie Lexikon der Argumente

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Simulakra: Ein Simulakrum ist ein Ding, das einem anderen Ding ähnlich ist. Dabei kann es sich um eine Vorstellung handeln. In der modernen Medientheorie wird diskutiert, ob Simulacren grundsätzlich an die Stelle von Originalen getreten sind. Siehe auch Simulation, Vorstellung, Ähnlichkeit, Medien, Fälschung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Blask I 26
Simulakra = künstliche Zeichenwelten.

Baudrillard: Ordnung der Simulakra:
1. Ordnung: (Renaissance) Imitation Vortäuschung Automat
2. Ordnung: (industrielle Revolution) Produktion/Reproduktion Roboter
3. Ordnung: (Gegenwart) Es herrscht zufällige Permutation Negation ist integriert – Es herrscht totale Relativität – Es gibt keine Wahl Alle Antworten sind schon da.
Blask I 29
Def Simulation/Baudrillard: jener unwiderstehliche Ablauf, bei dem die Dinge so miteinander verkettet werden, als ob sie einen Sinn hätten. Sie beseitigt das Wahrheitsprinzip und damit die semantische Äquivalenz zwischen Signifikant und Signifikat.




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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Baud I
J. Baudrillard
Simulacra and Simulation (Body, in Theory: Histories) Ann Arbor 1994

Baud II
Jean Baudrillard
Der symbolische Tausch und der Tod Berlin 2009

Blask I
Falko Blask
Jean Baudrillard zur Einführung Hamburg 2013



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.08.2017