Philosophie Lexikon der Argumente

 
Bereich: Modelltheorie Menge von definierten Gegenständen, für die ein Modell erfüllbar ist. In der Logik eine Menge von Objekten, über die Aussagen aufgestellt werden können.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 22
Bereich/Def Semantischer Bereich/semantic domain/Gärdenfors: wir gebrauchen die Begriffe integraler und abtrennbarer Dimensionen aus der Kognitionspsychologie (nach Garner, 1974; Maddox, 1992; Melara 1992; Kemler Nelson, 1993).
Def integrale Qualitätsdimension: hier kann man eine Dimension keinen Wert zuordnen, ohne auch einer anderen Dimension einen Wert zuzuordnen. Bsp Farbton: kann nicht ohne Angabe einer Farbsättigung spezifiziert werden.
Def separable Qualitätsdimension: hier kann eine Dimension unabhängig von anderen angegeben werden. Bsp Größe.
Def Bereich/Gärdenfors: ist eine Menge integraler Dimensionen, die von allen anderen Dimensionen abgetrennt werden kann.
Viele Bereiche bestehen aus nur einer Dimension: Bsp Temperatur, Gewicht.
I 23
Gärdenfors These: Die Aufteilung kognitiver Repräsentationen auf Bereiche wird in der Semantik widergespiegelt.
I 30
Bereich/Gärdenfors: Dimensionen von Eigenschaften treten meist nicht alleine auf, sondern sind in Bereichen zusammengefasst (Bsp Farben). These: Lernen (Spracherwerb) ist durch Bereiche organisiert.
I 31
Kognitive Linguistik/Kognitive Semantik/Gärdenfors: ihre Vertreter gebrauchen den Begriff des Bereichs, der von der Gestaltpsychologie (zentrale Begriffe: Figur und Hintergrund) herstammt.
Siehe hierzu: Langacker (2008, p.44), Clausner and Croft (1999, p. 1)
Wort: seine semantische Struktur besteht dann aus dem Begriff (Figur) und der angenommenen Struktur des Bereichs (Hintergrund).
GärdenforsVsLangacker: sein Begriff des konfiguralen Bereichs sollte besser als meronomische Information über Teile und Ganze angesehen werden.
>Bereich/Langacker.
I 33
Bereiche höherer Stufe/Gärdenfors: wenn wir diese annehmen, können wir Begriffe in einem Bereich als konfigurational, in einem anderen Bereich jedoch als lokational beschrieben annehmen.
Lösung/Gärdenfors: eine Hierarchie von Bereichen.
I 37
Bereich/Begriffsbereich/Begriffsraum/Qualitäten/Eigenschaften/Gärdenfors: ein Bereich, der als Koordinatensystem dargestellt ist (siehe Formen/Begriffsbereiche/Gärdenfors) kann zur Darstellung allgemeinerer Muster und Konfigurationen gebraucht werden (Marr and Nishihara 1978). Clausner and Croft (p. 9) argumentieren, dass Intervalle und Akkorde solche konfigurativen Muster sind.
I 38
Verwandtschaftsverhältnisse/Gärdenfors: können ebenfalls in solchen Räumen dargestellt werden (Zwarts 2010a) – also nicht als Stammbaum, sondern als zweidimensionale Fläche.
I 73
Bereich/semantische Bereiche/Gärdenfors: zentraler Vorteil von semantischen Bereichen: das teilen von Bedeutungen in verschiedenen Bereichen macht neue Formen der Zusammenarbeit möglich.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

> Gegenargumente gegen Gärdenfors

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017