Philosophie Lexikon der Argumente

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Metapher: Die Übertragung eines sprachlichen Ausdrucks in einen anderen Zusammenhang als den, in dem er erwartet wurde. Die Erwartung ergibt sich aus der Häufigkeit von bisherigen Verwendungen in bestimmten Kontexten. Durch die Übertragung wird ein Ausdruck, der eigentlich an der Stelle in der Rede erwartet wurde, ersetzt. Bedingung für die Ersetzung ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Merkmalen von altem und neuem Ausdruck, die für das Verständnis erforderlich ist. Die Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des neuen Ausdrucks ist eine Bedingung für die rhetorische Wirkung der Metapher.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 34
Metapher/Gärdenfors: durch die Unterscheidung von dimensionalen und meronomischen (Teil-Ganzes-) Relationen können wir den Unterschied von Metaphern und Metonymien erklären.
I 39
Metapher/Bereiche/Begriffsbereich/Gärdenfors: es ist natürlich anzunehmen, dass eine Metapher eine Identität der Struktur zwischen zwei Bereichen ausdrückt. Hier wird ein Wort, das in einem Bereich ein bestimmtes Muster repräsentiert in einem anderen Bereich zur Repräsentation desselben Musters gebraucht. Siehe Invarianzprinzip/Lakoff: (Lakoff 1993, p. 215).
I 40
Was übertragen wird, ist eher das Muster als die bereichsspezifische Information.
Pointe: So kann die Metapher gebraucht werden, um eine Struktur in einem Bereich zu identifizieren, die sonst nicht entdeckt worden wäre. So vermitteln Metaphern neues Wissen.
I 247
Metaphern/Gärdenfors: eine Metapher kommt nicht allein: sie vergleicht nicht nur zwei Begriffe, sondern auch die Struktur zweier vollständiger (Begriffs-) Bereiche. Wenn die Verbindung einmal hergestellt ist, kann sie als Quelle neuer Metaphern dienen. (Siehe auch Lakoff & Johnson (1980), Tourangeau & Sternberg (1982), Gärdenfors (2000, sec. 5.4)). Metaphorische Abbildungen involvieren vollständige Begriffsbereiche.
Eigenschaften/Metapher/Fernandez: These: Die Interpretation von Metaphern unterstreicht einige Eigenschaften und unterrückt weniger wichtige Eigenschaften. (Fernandez, 2007, p. 345).

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

> Gegenargumente gegen Gärdenfors



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017