Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 24
Ontologie/Farbraum/Qualitätsdimensionen/Bereiche/Gärdenfors: diese Begriffe sind theoretische Konstrukte, die bei der Systematisierung und Erklärung unserer Urteile gebraucht werden.
Dimensionen: sind kognitive Konstrukte, die nicht auf Wellenlängen oder andere physikalische Objekte abgebildet werden sollten. Ob diese Dimensionen neuronalen Strukturen entsprechen, werde ich nicht diskutieren.
I 24
Ontologie/Farbraum/Qualitätsdimensionen/Bereiche/Gärdenfors: diese Begriffe sind theoretische Konstrukte, die bei der Systematisierung und Erklärung unserer Urteile gebraucht werden.
Dimensionen: sind kognitive Konstrukte, die nicht auf Wellenlängen oder andere physikalische Objekte abgebildet werden sollten. Ob diese Dimensionen neuronalen Strukturen entsprechen, werde ich nicht diskutieren.
I 258
Ontologien/Datenbanken/Wissensrepräsentation/Gärdenfors: Noy und McGuinnes (2001) These: es gibt exzellente Gründe, Ontologien zu entwickeln:
um gemeinsames Verstehen von Informationsstrukturen zu ermöglichen,
um bereichsbezogenes Wissen wiederverwenden zu können
um Wissen über Bereiche explizit zu machen
um Wissen über Bereiche von prozeduralem Wissen zu unterscheiden
um Bereichswissen zu analysieren.
Gärdenfors: die Frage ist, ob die Ontologien wie wir sie aus dem Semantischen Web kennen, das geeignete Mittel zum Erreichen dieser Ziele ist. Bei der Semantik von Begriffen geht es um viel mehr, wie mein Ansatz zeigt.
Ontologien/Semantisches Web: in Wirklichkeit gibt es viele verschiedene Ontologien in verschiedenen Sprachen, die sich teilweise überlappen. Formalismen haben es mit Integrationsproblemen zu tun wie struktureller und semantischer Inhomogenität, Widersprüchlichkeiten und Redundanzen. (Visser, 2004).
I 259
Ontologie/Semantic Web/Gärdenfors: wenn wir bedenken, wie Menschen mit Begriffen umgehen, dann erfassen die Klassenstrukturen meist Ähnlichkeiten zwischen den Objekten. (Goldstone, 1994; Gärdenfors, 2000).
Problem: gerade ein Begriff wie Ähnlichkeit kann gar nicht in der Ontologie des Semantic Web ausgedrückt werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.10.2017