Philosophie Lexikon der Argumente

 
Roboter, Philosophie: Begriff für technisch realisierte räumlich abgegrenzte mechanisch agierende Systeme, die in der Lage sind, definierte Aufgaben zu erfüllen. Dabei werden die Aufgaben dem System über einen Code mitgeteilt. Weiterentwicklungen betreffen die Hinzunahme möglicher Schnittstellen zur Außenwelt wie künstliche Sinnesorgane sowie die Flexibilität möglicher Reaktionen des Systems auf Kommandos. Siehe auch Künstliche Intelligenz, Künstliches Bewusstsein, Konnektionismus, Lernen, Maschinenlernen, Neuronale Netze, Systeme, Zombies, Autonomie, Ethik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 255
Roboter/Computer/Sprache/Verstehen/Gärdenfors: zwei Kriterien bzw. Tests für das Verständnis bei Computern bzw. maschinellen Akteuren:
a) dass sie kommunizieren
b) dass sie Schlüsse ziehen.
Roboter-Semantik/Steels: Benennungsspiel (naming game): (Steels. 1999; Steels & Kaplan 2002; Wellens & Loetzsch, 2012): eine Sender versucht, den Empfänger durch Nennung eines Ausdrucks dazu zu bringen, einen Gegenstand in der Umgebung zu identifizieren.
I 256
Hier geht es nur um Gegenstände, die in einer Situation vorhanden sind. Damit sind die Bedeutungen fundiert (grounded). (Harnad,1990; Williams et al. 2009).
Repräsentation: für abwesende Gegenstände werden höhere Anforderungen an die Repräsentationsfähigkeiten eines Systems gestellt. In solchen Fällen wäre es interessant, wie Roboter Pläne für zukünftige Kooperation entwickeln. Dazu brauchten sie nach meiner Theorie Repräsentation des Kraftvektors und des Resultatvektors sowie Repräsentationen von Agens-Eigenschaften und Patiens-Eigenschaften.
Spracherwerb/Roboter: mein Zwei-Vektoren-Modell hat unmittelbare Konsequenzen dafür, wie Verben von Robotern gelernt und gebraucht werden können.
Für Resultatverben: siehe Cangelose et als. 2008; Lallee, Madden, Hoen & Dominey, 2010; Tikhanoff, Cangelosi &Metta, 2011; Beyer, Camiano & Griffiths, 2012).
Gärdenfors: ich schlage vor, dass die entsprechende Methode auch auf Verben der Art und Weise ausgedehnt werden kann.
I 257
Lernen/Roboter/Gärdenfors: der Roboter muss danach lernen, etwas vom Kraftvektor auf den Resultatvektor abzubilden. Diese Art von assoziativem Abbilden kann aus dem Beobachten der Interaktion anderer Agenten mit Gegenständen sowie auch der eigenen Interaktion gelernt werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.09.2017