Philosophie Lexikon der Argumente

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Theorien: Theorien sind Aussagensysteme zur Erklärung von Beobachtungen z.B. von Verhalten oder physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen. Beim Aufstellen von Theorien werden ein Gegenstandsbereich, ein Vokabular der zu verwendenden Begriffe und zulässige Methoden der Beobachtung festgelegt. Ziel der Theoriebildung ist außer Erklärungen Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit von Beobachtungen. Siehe auch Systeme, Modelle. Experimente, Beobachtung, Beobachtungssprache, Theoretische Termini, Theoretische Entitäten, Voraussagen, Analogien, Vergleiche, Beweise, Verifikation, Reduktion, Definitionen, Definierbarkeit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 5
Theorie/Kriterien/Semantik/Gärdenfors: Kriterien für eine Theorie der Semantik:
1. Ontologisches Kriterium: die Theorie soll erklären können, was für Entitäten Bedeutungen sind. Bsp gehören sie zur externen Welt oder zur inneren Welt?
2. Semantisches Kriterium: die Relation zwischen kommunikativen Ausdrücken und ihren Bedeutungen muss erklärt werden.
I 6
3. Epistemologisches Kriterium: die Theorie muss erklären, wie die Bedeutungen kommunikativer Akte gelernt werden (>Spracherwerb).
I 7
4. Soziales Kriterium: die Theorie muss die Beziehungen zwischen den Bedeutungssystemen von Sprechern und der Sprache ihrer Gemeinschaft.
5. Unterscheidung zwischen Kognition und Semantik: die Theorie muss die Relation zwischen dem Wahrnehmungsprozess und der Bedeutung erklären können.
6. Ebenso die Relationen zwischen Handlungen und Bedeutung

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

> Gegenargumente gegen Gärdenfors
> Gegenargumente zu Theorien



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017