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Richard S. Lazarus über Stress – Lexikon der Argumente

Corr I 207
Psychologischer Stress/Lazarus/Elovainio/Kivimäki: Die transaktionale Stresstheorie von Lazarus (1984)(1) definiert Stress als eine Beziehung zwischen der Person und der Umwelt, die von der Person als relevant für ihr eigenes Wohlbefinden eingeschätzt wird und in der die Ressourcen der Person strapaziert werden. Dieser Ansatz schafft auch eine Grundlage für das Verständnis individueller Unterschiede in den Emotionen, da das Entstehen von Emotionen als abhängig von der eingeschätzten Bedeutung des Ereignisses angesehen wird.
Lazarus: dass es keinen objektiven Weg gibt, das psychische Stressniveau vorherzusagen, ohne die individuelle Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen (Lazarus 1993)(2).
Stress/Lazarus: ein Ungleichgewicht zwischen äußeren Kräften oder Lasten und individuellen Möglichkeiten, mit diesen äußeren Kräften durch viele moderne Theorien umzugehen oder ihnen zu widerstehen (Lazarus 1991(3)). Es wird davon ausgegangen, dass Stress eine mehr oder weniger gleichzeitige Aktivierung von psychologischen und biologischen Systemen beinhaltet. Das Erkennen einer Bedrohung oder Herausforderung geht einher mit einer sofortigen systemischen Erregung, die vom sympathischen Nervensystem und der hypothalamisch-pituitär-adrenokortikalen Achse erzeugt wird. Gleichzeitig ist Stress mit Stimmungsschwankungen, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Problemlösung, Aufgabenleistung und Wohlbefinden verbunden. >Stress/Psychologische Theorien.


1. Lazarus, R. S. 1984. On the primacy of cognition, American Psychologist 36: 124–9
2. Lazarus, R. S. 1993. From psychological stress to the emotions: a history of changing outlooks, Annual Review of Psychology 44: 1–21
3. Lazarus, R. S. 1991. Cognition and motivation in emotion, American Psychologist 46: 352–67


Marko Elovainio and Mika Kivimäki, “Models of personality and health”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Lazarus, Richard S.

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018

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