Psychologie Lexikon der Argumente

Home Screenshot Tabelle Begriffe

 
Intentionalität: Die Fähigkeit von Menschen und höheren Tieren, sich auf Gegebenheiten wie Dinge und Zustände zu beziehen und darauf zu reagieren. Begriffe, Wörter und Sätze beziehen sich auch auf etwas, haben aber keine Intentionalität. Dieses sprachliche Sichbeziehen nennt man stattdessen Referenz.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Hilary Putnam über Intentionalit��t – Lexikon der Argumente

III 49
Evolution/Intentionalität/Putnam: die Evolution wird uns nicht mehr Intentionalität herausgeben, als wir hineingepackt haben.

III 51
Kants Problem der Intentionalität ist die Frage, inwiefern ein Bewusstseinsinhalt eine "Vorstellung", also eine "Repräsentation" von einem Gegenstand außerhalb des Bewusstseins sein kann, ist das schwierigste Rätsel der Philosophie.
III 203
Intentionalität/Referenz/Wittgenstein/Putnam: Wittgenstein nimmt an, dass wir die Bezugnahme gar nicht als kausale Beziehung deuten. Wir finden die Vorstellung verlockend, die Intentionalität unserer Worte sei im Erlebnis des Denkens selbst gegeben. Wenn man gefragt wird »woher weißt du, dass es ein Gedanke an so und so ist?« Denkt man auf Anhieb an so etwas wie einen Schatten, ein Bild. Man denkt nicht an eine kausale Beziehung. Aber:
III
210
Intentionalität/WittgensteinVs: »Illusion der inneren Intentionalität« illusorische Vorstellung, Bezugnahme sei ein Geheimnisvolles etwas, dass existiert, während wir denken.
III 211
Da wir alle Verwendungsweisen gar nicht überblicken, verfügen wir über gar keine Theorie der Bezugnahme.
- - -
V 17
Gedanken/Putnam: sind nach Ansicht vieler Autoren wesentlich verschieden von physischen Gegenständen. Sie haben das Merkmal der »Intentionalität«. Nichts Physisches besitzt »Intentionalität«, es sei denn, sie sei abgeleitet aus einer Anwendung durch den Geist.
PutnamVs: das ist eine vorschnelle Postulierung mysteriöser Geisteskräfte.
V 35
Intentionalität/Brentano: »Intentionalität« setzt den Geist zur Bezugnahme instand. PutnamVsBrentano: das ist keine Lösung.
- - -
I 204f
Intentionalität/Relativismus/Positivismus/Putnam: Mir scheint, dass sowohl Relativisten als auch Positivisten vom Problem der Intentionalität der Repräsentation beunruhigt sind.
Die Intentionalität scheint einfach nicht in unser post-darwinistisches Bild zu passen.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Send Link
> Gegenargumente gegen Putnam
> Gegenargumente zu Intentionalität

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z