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Entwicklungsperioden: in der Bindungstheorie John Bowlbys werden Perioden unterschiedlicher Empfänglichkeit für Störungen unterschieden. Entwicklungsperioden unterscheiden sich von den üblicherweise Entwicklungsphasen genannten Stufen der gesunden Entwicklung eines Kindes. Siehe auch Entwicklungsphasen, Entwicklungspsychologie, Bindungstheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Psychologische Theorien über Entwicklungsperioden - Lexikon der Argumente

Upton I 4
Entwicklungsphasen/psychologische Theorien:
A. Kritische Phasen: Eine kritische Phase ist eine bestimmte Zeit während der Entwicklung, in der ein bestimmtes Ereignis die größten Auswirkungen hat. In der Entwicklungspsychologie bedeutet eine kritische Entwicklungsphase in der Regel, dass bestimmte Umweltreize notwendig sind, damit eine typische Entwicklung stattfinden kann. John Bowlby (1951)(1) schlug zum Beispiel vor, dass, wenn Kinder in den ersten zwei Lebensjahren nicht die richtige Fürsorge erhalten, ihre emotionale Entwicklung negativ beeinflusst wird. Laut Bowlby ist das Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren eine kritische Phase für die Beziehungsbildung.
VsBowlby: Ein besseres Verständnis der Plastizität und Resilienz der menschlichen Natur hat zu einer Neubewertung dieser Idee geführt.
>Plastizität
, >Resilienz.
Die meisten Developmentalisten sind sich heute einig, dass es wahrscheinlicher ist, dass Menschen spätere Erfahrungen nutzen können, um Defizite zu überwinden, anstatt in frühen Entwicklungsphasen dauerhafte Schäden durch mangelnde Reize zu erleiden. Es ist heute üblicher, von "sensiblen" und nicht von "kritischen" Perioden zu sprechen.
B. Empfindliche Perioden: In einer sensiblen Zeit sind wir möglicherweise anfälliger für bestimmte Reize; das Fehlen dieser Reize führt jedoch nicht immer zu irreversiblen Schäden.
>Stabilität/Entwicklungspsychologie.

1. Bowlby, J. (1951). Maternal Care and Mental Health. Geneva: World Health Organization.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Psychologische Theorien

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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