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Fremde Situation: Die Fremde Situation ist ein kontrolliertes Beobachtungsverfahren in der Entwicklungspsychologie, mit dem die Bindungsmuster zwischen Säuglingen und ihren Bezugspersonen untersucht werden sollen. Es wurde von Mary Ainsworth entwickelt und umfasst eine Reihe von Trennungen und Wiedervereinigungen, wobei das Verhalten des Kindes in Anwesenheit einer fremden Person beobachtet wird. Das Verfahren hilft bei der Identifizierung verschiedener Bindungsarten, z. B. sichere oder unsichere Bindungen. Siehe auch Affektive Bindungen, Bindungstheorie, Entwicklungspsychologie, Experimente, Mary Ainsworth.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Bindungstheorie über Fremde Situation - Lexikon der Argumente

Upton I 57
Fremde Situation/Bindungstheorie/Upton: Gemäß der Bindungstheorie sollten Säuglinge, die eine gute Bindung zu ihren Müttern aufgebaut haben, diese als sichere Basis für die Erforschung der neuen Umgebung nutzen können. Der Auftritt des Fremden sollte das Erkunden des Säuglings hemmen und ihn veranlassen, sich ein wenig näher zu seiner Mutter zu bewegen. Wenn die Mutter den Raum verlässt, wird von dem Kind erwartet, dass es versucht, sie durch Schreien oder Suchverhalten zurückzuholen. Es wird auch eine Verringerung der Erkundung des Raumes und des Spielzeugs erwartet. Nach der Rückkehr des Elternteils sollten Säuglinge versuchen, sich wieder in eine Interaktion einzubringen. Wenn sie beunruhigt sind, könnten sie auch gestreichelt und getröstet werden wollen. Die gleichen Reaktionen sind nach der zweiten Trennung und Wiedervereinigung zu sehen. Ainsworth und Bell (1970)(1) fanden anhand ihrer Beobachtungen heraus, dass sich 66 Prozent der Säuglinge auf diese Weise verhalten und klassifizierten sie daher als sicher gebunden.
>M. Ainsworth
, >Situationen.
Upton I 58
Unsicher gebundene Kinder: reagierten auf zwei sehr unterschiedliche Arten:
a) Unsicher-vermeidende Kinder zeigten sich wenig besorgt über die Abwesenheit ihrer Mütter. Anstatt ihre Mütter bei der Wiedervereinigung zu begrüßen, vermieden sie aktiv die Interaktion und ignorierten die Interaktionsangebote ihrer Eltern. Diese Säuglinge machten 22 Prozent der Stichprobe aus.
b) Unsicher-ambivalente Kinder waren durch die Abwesenheit ihrer Mütter beunruhigt und verhielten sich beim Wiedersehen ambivalent, d.h. sie suchten sowohl Kontakt als auch Interaktion, aber lehnten sie auch wütend ab, als sie angeboten wurden. Diese Säuglinge machten 12 Prozent der Stichprobe aus.
Spätere Forschungen (Main und Salomon, 1986)(2) fügten eine weitere Kategorie hinzu, unsicher-desorganisiert, welche aus Kindern bestand, die widersprüchliche Verhaltensmuster zeigten und verwirrt oder verängstigt darüber schienen, sich ihren Eltern zu nähern.
>Bindungsstheorie/Kulturpsychologie, >Über die Bindungstheorie.


1. Ainsworth, M and Bell, S (1970) Attachment, exploration and separation: illustrated by the behaviour of 1 year olds in a Strange Situation. Child Development, 41:49—65.
2. Main, M and Solomon, J (1986) Discovery of an insecure-disorganized/disoriented attach
ment pattern, in Brazelton, TB and Yogman, MW (eds) Affective Development in Infancy.
Norwood, NJ: Ablex.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Bindungstheorie

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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