Psychologie Lexikon der Argumente

Home Screenshot Tabelle Begriffe

Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Psychologische Theorien über Spiel (Psychologie) - Lexikon der Argumente

Upton I 80
Spiel/Psychologische Theorien/Upton: Viele Jahre lang wurde akzeptiert, dass die Kategorien von [Mildred Parten] entwicklungsorientiert waren - die Kinder entwickelten sich vom Einzel- zum sozialen Spiel. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass dies bei weitem nicht der Fall ist. (siehe >Spiel/Parten; Parten (1932)(1). Alle diese Arten von Spiel sind im Vorschulalter zu sehen: Fünfjährige verbringen mehr Zeit im Einzel- oder Parallelen Spiel
Upton I 81
als im kooperativen oder assoziativen Spiel; und Parallelspiel ist mit fünf Jahren ebenso verbreitet wie im Alter von drei Jahren (Rubin et al., 1998)(2).
Paralleles Spiel/VsParten: Es gibt Hinweise darauf, dass Paralleles Spiel keine unausgereifte Form des Spiels ist, sondern eine ausgeklügelte Strategie, um sich den Weg in ein laufendes Spiel zu erleichtern; eine erfolgreiche Integration in das kooperative Spiel beinhaltet die Beobachtung anderer Spieler im Spiel, gefolgt vom Spielen nebenher, bevor man mit anderen Spielern interagiert (Rubin et al., 1998)(2).
Kognition: Es wurde auch argumentiert, dass dieses Modell durch die Vernachlässigung der kognitiven Aspekte des Spiels begrenzt ist (Bergen, 1988)(3).
Arten von Aktivität/VsParten: Eine brauchbarere Art der Klassifizierung des Spiels ist es, sich auf die Art der Aktivität und nicht auf die sozialen Aspekte zu konzentrieren. Aus dieser Denkweise ergeben sich drei Hauptaktivitätsarten:

1. Funktionelles Spiel: Körperliche Aktivitäten wie z.B. das Aufspringen eines Balls oder spielerisches Raufen und Kämpfen.
2. Konstruktives Spiel: Bauen und Gestalten, Zeichnen oder Malen.
3. Soziodramatisches Spiel: Rollenspiel oder "Lasst uns so tun, als ob".

VsParten: Die von Parten beschriebenen unterschiedlichen Ebenen der sozialen Interaktion sind in jeder dieser Arten von Aktivität zu sehen.
Soziales Spiel: Alle diese Aktivitäten sind in der frühen Kindheit beliebt, aber das soziale Spiel, das am häufigsten in den Vorschuljahren zu sehen ist, ist ein soziodramatisches Spiel.
Tatsächlich halten viele Spielexperten diese Entwicklungsphase für die Spitzenzeit des Make-Believe- oder Fantasiespiels (Fein 1986)(4). >Spiel/Entwicklungspsychologie.



1. Parten, M.B. (1932) Social participation among pre-school children.Journal of Abnormal and Social Psychology, 27: 243–69.
2. Rubin, K.H., Bukowski, W. and Parker, J.G. (1998) Peer interactions, relationships, and groups, in Eisenberg, N (ed.) Handbook of Child Psychology, Vol. 3: Social, emotional, and personality development (6th edn). New York: Wiley.
3. Bergen, D. (1988) Stages of play development, in Bergen, D (ed.) Play as a Medium for Learning and Development. Portsmouth: Heinemann.
4. Fein, G.G. (1986) Pretend play, in Gorlitz, D. and Wohlwill, J.F. (eds) Curiosity, Imagination and Play. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Psychologische Theorien

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

Send Link

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z