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Jugendkultur/Selbst/Entwicklungspsychologie/Upton: Es wird angenommen, dass das Selbstverständnis (...) durch die jugendliche Beteiligung an Cliquen und Ansammlungen beeinflusst wird. Laut Erikson (1950)(1) ist die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung der Identität, da sie die Solidarität mit den Idealen einer Gruppe erfordert.
So gehen Jugendliche mit den Schwierigkeiten um, die sie bei der Bindung an erwachsene Identitäten (Identitätskrise) haben, indem sie übertriebene Verpflichtungen gegenüber bestimmten Stilgruppen eingehen und sich von anderen Stilgruppen abgrenzen. Sie können bestimmte Arten von Kleidung und Musik verwenden, um ihren einzigartigen Stil zu zeigen und wie er sie von anderen Gruppen unterscheidet. Diese Cliquen und Massen, die durch ihren eigenen Stil, ihre eigenen Werte und Normen eindeutig identifiziert werden, sind das, was wir heute oft als "Jugendkultur" bezeichnen. Laut Miles et al. (1998)(2) gibt die Identifikation mit der Jugendkultur den Jugendlichen in einer sich schnell verändernden Welt eine gewisse Macht über ihre Identität. Paradoxerweise werden Jugendliche durch das Konformitätsspiel in die Lage versetzt, sich einzigartig und anders zu fühlen.
Kürzlich haben Studien zur Jugendkultur gezeigt, dass (...) der Konsum für die Erschaffung jugendlicher Identitäten zentral ist (Phoenix. 2005)(3). Viele dieser Studien haben sich auf die Zusammenhänge zwischen Konsum, Stil und Identität konzentriert und sind zu dem Schluss gekommen, dass Stil eine entscheidende Möglichkeit bietet, um Gruppengrenzen zu definieren und zu erhalten (Croghan et al., 2006)(4).
Milner (2004)(5) schlägt vor, dass Jugendliche ihre Verbrauchermacht nutzen, um ein Gefühl der Akzeptanz und Zugehörigkeit zu ihrer Altersgruppe zu gewinnen.
Die Kehrseite ist jedoch, dass die Nichtbeachtung einer solchen Identität zu Problemen wie Hänseleien, sozialer Ausgrenzung und Statusverlust führen kann (Blatchford, 1998(6); Croghan et al., 2006)(4). Da ein solcher Konsum oft mit bestimmten Marken verbunden ist, ist es wichtig, sich hier Gedanken darüber zu machen, wie wirtschaftliche Nachteile die Popularität von Jugendlichen beeinflussen können. Einige Beweise deuten darauf hin, dass mangelndes Geld, um sich die "richtigen" Marken zu leisten, zu sozialer Ausgrenzung führen kann, da Markenartikel als Kennzeichen der Gruppeninklusion dienen, die echt sein müssen und nicht gefälscht werden können (Croghan et al. 2006)(4).
Andere Studien (z.B. Milner. 2004)(5) deuten darauf hin, dass junge Menschen, anstatt sich in Stilkonflikten zu engagieren, ihre Solidarität mit diesen Cliquen zum Ausdruck bringen können, indem sie sich an den populären Gruppen orientieren, sich aber dem Konsum von Markenartikeln widersetzen
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und so eine neue, weniger hochrangige Gruppe gebildet.



1. Erikson. EH (1950) Childhood and Society, New York: WW Norton.
2. Miles, S, Cliff, D and Burr, V (1998) ‘Fitting in and sticking out’: consumption, consumer meanings and the construction of young people’s identities, Journal of Youth Studies, 1:81-91.
3. Phoenix. A (2005) Young people and consumption: communalities and differences in the construction of identities, in Tufte, B, Rasmussen, J and Christensen LB (eds) Frontrunners or Copycats? Copenhagen: Copenhagen Business School Press.
4. Croghan, R. Griffin, C, Hunter J and Phoenix, A (2006) Style failure: consumption, identity and social exclusion. Journal of Youth Studies, 9(4): 46 3-78.
5. Milner, M (2004) Freaks, Geeks, and Cool Kids: American teenagers, schools, and the culture of consumption. New York: Routledge.
6. Blatchford, P (1998) Social Life in School. London: Palmer.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Entwicklungspsychologie

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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