Psychologie Lexikon der Argumente

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Entschuldigungen: Entschuldigungen beinhalten das Eingeständnis von Fehlverhalten, den Ausdruck von Reue und die Bitte um Vergebung. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung von Beziehungen. Die Theorie der "Entschuldigungssprache" geht davon aus, dass Menschen besondere Vorlieben haben, wie sie Entschuldigungen geben und empfangen, was sich auf die Wirksamkeit der Entschuldigung auswirkt. Die Theorie des sozialen Austauschs geht davon aus, dass Entschuldigungen als soziale Währung dienen und Beziehungen und Zusammenarbeit beeinflussen. Siehe auch Soziale Beziehungen, Soziales Verhalten, Kooperation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Experimentelle Psychologie über Entschuldigungen - Lexikon der Argumente

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Entschuldigungen/Experimentelle Psychologie/Wilkinson-Ryan: Entschuldigungen sind ein besonders geeignetes Studiengebiet für Psychologen, weil sie entscheidend dafür sind, wie wir mit zwischenmenschlichen Konflikten außerhalb des Gesetzes umgehen, aber in juristischen Konflikten oft nicht zugelassen werden, weil sie vor Gericht als so etwas wie ein
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Eingeständnis von Schuld sind. In Robbennolt (2003)(1) lasen die Probanden über einen Personenschadenfall, bei dem ein Fußgänger bei einem Zusammenstoß mit einem Fahrrad (und dessen Fahrer) verletzt wurde. Die Probanden wurden gebeten anzugeben, wie sie an der Stelle des verletzten Fußgängers auf ein bestimmtes außergerichtliches Einigungsangebot reagieren würden. Wenn es keine Entschuldigung gab, gaben 43% an, dass sie ablehnen würden. Wenn jedoch eine vollständige Entschuldigung angeboten wurde, sagten nur 14%, dass sie ablehnen würden - ein signifikanter Unterschied. In einer Folgearbeit fand Robbennolt (2006)(2) heraus, dass Entschuldigungen einen Einfluss auf die Einigung haben, weil sie das Verständnis der Kläger sowohl für den Vorfall als auch für den Beklagten verändern. Wenn Kläger eine Entschuldigung erhalten hatten, hatten sie niedrigere Vorbehalte und eine beklagtenfreundlichere Wahrnehmung des fairen Ausgangs.
>Außergerichtliche Einigung/Experimentelle Ökonomik
, >Konflikte, >Verständigung.

1. Robbennolt, Jennifer K. (2003). “Apologies and Legal Settlement: An Empirical Examination.” Michigan Law Review 102: 460–516.
2. Robbennolt, Jennifer K. (2006). “Apologies and Settlement Levers.” Journal of Empirical Legal Studies 3: 333–373.


Wilkinson-Ryan, Tess. „Experimental Psychology and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Experimentelle Psychologie

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017

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