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| Kapitalismus: Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, in dem Privatpersonen oder Unternehmen die Produktionsmittel besitzen und gewinnorientiert betreiben. Es ist gekennzeichnet durch Wettbewerb, Markt und eine Konzentration auf die individuelle Vermögensbildung._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Karl Marx über Kapitalismus – Lexikon der Argumente
Rothbard II 422 Kapitalismus/Marx/Rothbard: Die lebenswichtige Konsequenz für das Marxsche System aus den immer dünner werdenden Reihen der zentralisierten Kapitalisten sind die immer größer werdenden Reihen des Proletariats und seine zunehmende Verarmung und Verelendung. >Geschichte/Marx. Rothbard II 423 RothbardVsMarx: Hier ist nun ein kritischer und entscheidender Punkt in der Marxschen Argumentation. Die zunehmende Verarmung der Arbeiterklasse ist ein Schlüssel zum Marxschen System, denn darauf beruht der angeblich unvermeidliche Untergang des Kapitalismus und seine Ersetzung durch das Proletariat. Wenn es keine zunehmende Verarmung gibt, gibt es für die Arbeiterklasse keinen Grund, gegen ihre zunehmende Ausbeutung zu reagieren und ihre „kapitalistische Hülle“, die Fesseln der technischen Produktionsweise, aufzubrechen. Wie also zeigt Marx die zunehmende Armut des Proletariats? An diesem Punkt scheint Marx zu verzweifeln und bringt eine Reihe unterschiedlicher und gegensätzlicher Argumente vor, von denen sich einige gegenseitig widersprechen. Denn wenn die Löhne der Arbeiter schon immer auf dem Niveau des Existenzminimums liegen und durch das eiserne Gesetz dort gehalten werden, wie kann es ihnen dann noch schlechter gehen! >Löhne/Marx, >Profitrate/Marx. RothbardVsMarx: Wenn wir für den Moment diesen gravierenden inneren Widerspruch mit dem eisernen Gesetz der Löhne beiseite lassen, wie will Marx dann sein angebliches Gesetz der steigenden Rothbard II 424 Verarmung des Proletariats zu begründen? Eine Antwort lautet, dass die ewig sinkende Profitrate die Kapitalisten unter starken Druck setzt, mehr Profit zu machen, indem sie das Proletariat noch intensiver ausbeuten und es härter und länger arbeiten lassen. Aber abgesehen von dem Problem des eisernen Gesetzes steht Marx vor dem Problem: Warum haben die Kapitalisten ihre Ausbeutungsrate so lange schleifen lassen, bis sie schließlich durch eine sinkende Profitrate angespornt wurden? Versuchen Kapitalisten nicht immer und zu jeder Zeit, ihre Profitrate zu maximieren? Lösung/Marx/Rothbard: Hier greift Marx auf einen vorgeschlagenen Mechanismus für die zunehmende Ausbeutung der Arbeit und die sinkende Lohnrate zurück: das beschleunigte Anwachsen einer permanenten „industriellen Reservearmee“, einer wachsenden Schar von Arbeitslosen. Es ist die zunehmende Konkurrenz durch die Arbeitslosen, die die Lohnsätze nach unten drückt, und zwar zunehmend, je weiter der Kapitalismus fortschreitet. RothbardVsMarx: Aber wie kann es eine ständige Armee von Arbeitslosen geben, wenn die Löhne für Arbeitslose gleich Null sind? Reservearmee: Und woher kommt die industrielle Reservearmee? Marktwirtschaftler wissen, dass sich die Arbeitslosigkeit durch eine Senkung der Lohnsätze schnell beseitigt. Nur wenn die Lohnsätze über das Marktgleichgewichtsniveau angehoben werden, wird die Arbeitslosigkeit dauerhaft; und wenn, wie Marx behauptet, die Arbeitslosenarmee durch ihre Konkurrenz die Lohnsätze senkt, dann sollte sie schnell verschwinden und keine weiteren Probleme aufwerfen. >Arbeitslosigkeit/Marx. Rothbard II 426 Verarmung des Proletariats/Marx/Rothbard: Es bleibt die Lehre von der zunehmenden Verarmung des Proletariats, eine Lehre, die bei Marx so entscheidend ist, dass sie kaum als eine „Vorhersage“ trivialisiert werden kann, die irgendwie in die Irre ging. Diese „Vorhersage“ ist absolut entscheidend für die angeblich unvermeidliche Tendenz der Arbeiter, sich zu erheben und den Kapitalismus zu stürzen, eine Tendenz, die sich mit dem Fortschreiten des Kapitalismus vertiefen und beschleunigen soll. Und doch ist es für jedermann offenkundig, dass eine der wichtigsten Tatsachen in den anderthalb Jahrhunderten seit der Geburt des Marxismus der kontinuierliche, spektakuläre Anstieg der Reallöhne und des Lebensstandards der Arbeiterklasse und der Masse der Bevölkerung war. Was wir in dieser Zeit erlebt haben, ist in der Tat das spektakulärste Wachstum der Industrialisierung und des Lebensstandards in der Geschichte der Welt. MarxismusVsVs: (...) im Allgemeinen haben die Marxisten versucht, das Phänomen zu retten, die Theorie zu retten, indem sie verschiedene Ausweichpositionen oder Formen des Ausweichens einnahmen. Eine beliebte Taktik ist die Behauptung, dass die zugrundeliegende Tendenz zur Verarmung immer noch besteht, aber „vorübergehend“ (ein oder zwei Jahrhunderte?) durch gegenläufige Faktoren ausgeglichen wurde. Eine beliebte, aber bizarre leninistische Variante ist, dass die Arbeiter im Westen von der imperialistischen westlichen Ausbeutung der Dritten Welt bzw. von den Investitionen in diese Welt profitiert haben, so dass die westlichen Arbeiter in gewissem Sinne zu „Kapitalisten“ auf internationaler Ebene geworden sind. Erstens: Was ist bei dieser Verwandlung des unterdrückten Proletariats des Westens in ausbeutende „Kapitalisten“ der Dritten Welt eigentlich mit dem unvermeidlichen Schwund der Kapitalistenklasse passiert? Zweitens lässt sich die Groteske dieser Doktrin an der Tatsache ablesen, dass der Großteil der Dritten Welt, so arm sie auch sein mag, in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung durchgemacht hat und der Lebensstandard der Menschen in der Dritten Welt gestiegen ist, wie P.T. Bauer in zahlreichen Werken nachgewiesen hat. Jahrzehnten rasant entwickelt hat und der Lebensstandard der arbeitenden Massen stetig gestiegen ist. Und nicht nur das; diese Entwicklung und der Anstieg des Lebensstandards haben gerade in den Gebieten und Regionen der Dritten Welt (z.B. Hafenstädte) stattgefunden, die in engem Handels- und Investitionskontakt mit den entwickelten westlichen Ländern stehen._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Marx I Karl Marx Das Kapital, Kritik der politische Ökonomie Berlin 1957 Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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