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Gesellschaftsvertrag: Der Gesellschaftsvertrag ist eine theoretische Übereinkunft, in der Individuen zustimmen, eine Gesellschaft zu gründen und im Gegenzug für Sicherheit und Ordnung auf einige Freiheiten zu verzichten. Er liegt der modernen politischen Philosophie zugrunde und beeinflusst die Regierungen und ihre Beziehungen zu den Bürgern. Zu den namhaften Vertretern gehören Hobbes, Locke und Rousseau. Siehe auch Gesellschaft, Verträge, Vertragstheorie, Th. Hobbes, J. Locke, J.-J. Rousseau, J. Rawls.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

James M. Buchanan über Gesellschaftsvertrag – Lexikon der Argumente

Boudreaux I 76
Gesellschaftsvertrag/Buchanan/Boudreaux/Holcombe: Der Gesellschaftsvertrag ist nach Buchanans Auffassung die Gesamtheit der Regeln und Zwänge, denen jeder zustimmen würde. Die Legitimität der spezifischen Bedingungen des Gesellschaftsvertrags wird durch den Maßstab der Einstimmigkeit definiert. Die Theorie ist plausibel, wenn auch etwas unbestimmt. Zum Beispiel würde fast jeder zustimmen, dass wir uns nicht gegenseitig angreifen oder töten sollten. Selbst Mörder erkennen an, dass sie gegen diese soziale Norm verstoßen, die auf breite Zustimmung stößt. Die meisten Menschen würden zustimmen, dass wir uns nicht gegenseitig das Eigentum stehlen sollten, obwohl es einige Grauzonen geben könnte, weil es berechtigte Meinungsverschiedenheiten darüber geben kann, was rechtmäßiges Eigentum ist. (Ist ein Patent auf eine Erfindung von vor 30 Jahren ein legitimes Eigentumsrecht?) Das Prinzip hinter der Theorie des Gesellschaftsvertrags des Staates ist jedoch, dass die Menschen im Allgemeinen darin übereinstimmen, dass sie bestimmte Rechte und Pflichten gegenüber einander haben, und darüber hinaus, dass sie durch die Regierung zusammenarbeiten sollten, um die Produktion von kollektiven Gütern wie Straßen sicherzustellen. Die einstimmig beschlossenen Regeln, nach denen eine Regierung bei der Erfüllung dieser Aufgaben handelt, bilden den Gesellschaftsvertrag.(1)
>Einstimmigkeit.

1. Buchanan, James M. (1975). The Limits of Liberty: Between Anarchy and Leviathan. University of Chicago Press.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconBuchan I
James M. Buchanan
Politics as Public Choice Carmel, IN 2000

Boudreaux I
Donald J. Boudreaux
Randall G. Holcombe
The Essential James Buchanan Vancouver: The Fraser Institute 2021

Boudreaux II
Donald J. Boudreaux
The Essential Hayek Vancouver: Fraser Institute 2014

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