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Platon über Wirtschaft - Lexikon der Argumente

Höffe I 35
Wirtschaft/Platon/Höffe: auf der ersten Polisstufe entwirft Platon ((s) in der Politeia) eine „utopische Idylle“:
Höffe I 34
Der Mensch ist ein Wirtschaftssubjekt, weil er
(1) die lebensnotwendigen Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Wohnen hat. Für deren Befriedigung muss er,
(2) um die erforderlichen Güter zu produzieren, arbeiten.
(3) Für die im wörtlichen Sinn produktive Arbeit bringt er natürlicherweise unterschiedliche Begabungen mit. Hinzu kommt, so die normative Seite, dass die Güterproduktion, worauf später Adam Smith Wert legen wird, durch Arbeitsteilung und Spezialisierung sowohl erleichtert als auch in ihrer Produktivität gesteigert wird. Das Ergebnis besteht in einer für jeden vorteilhaften, im Sinne der Tauschgerechtigkeit, der Gleichheit im Nehmen und Geben, gerechten und ihrer Struktur nach rein kooperativen, von jeder Konkurrenz und allen Konflikten freien Berufs- und Arbeitsgesellschaft.
Problem: [Dieses Modell setzt] Genügsamkeit voraus, mit der ein weiteres Element ökonomischer Anthropologie unterschlagen wird,
(4) ein Mehr-und-immer-mehr-Wollen.
Lässt man ihr, der Pleonexie oder Gier, freien Lauf, so entsteht die «üppige Polis». >Polis/Platon.
Höffe I 35
Gier: Gegen die Gefahr der Pleonexie ist allerdings auch die Herrschaftsschicht nicht immun.
Lösung/Platon: [Platon] schlägt (...) vor, worin er selbst eine neuerliche Provokation sieht: dass nicht etwa allen Bürgern, wohl aber der Führungsgruppe sowohl Privateigentum als auch eine eigene Familie verboten werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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