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Wünsche: Verlangen ist ein starkes Gefühl, etwas zu wollen. Es ist eine komplexe Emotion, die von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter unsere körperlichen Bedürfnisse, unser soziales und kulturelles Umfeld und unsere persönlichen Erfahrungen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Jean-Baptiste Say über Wünsche – Lexikon der Argumente

Rothbard II 21
Wünsche/Say/Rothbard: Auch J.B. Say formulierte zum ersten Mal klar die Einsicht, dass die Wünsche unbegrenzt sind. Say schrieb: „Es gibt keinen Gegenstand des Vergnügens oder des Nutzens, dessen bloßes Verlangen nicht unbegrenzt sein könnte, da jeder Körper immer bereit ist, alles zu empfangen, was zu seinem Nutzen oder seiner Befriedigung beitragen kann“. SayVsSteuart: Say prangerte die proto-galbraithische Position des britischen Merkantilisten Sir James Steuart an, der eine asketische Reduzierung der Bedürfnisse als Lösung für die die Produktion übersteigenden Wünsche anpries. Say spottet über diese Doktrin: „Nach diesem Prinzip wäre es der Gipfel der Vollkommenheit, nichts zu produzieren und keine Bedürfnisse zu haben, d.h. die menschliche Existenz zu vernichten“. Leider tappt Say genau in diese Galbraithsche Falle, indem er Luxus und Prunk angreift und behauptet, dass „echte Bedürfnisse“ für die Gemeinschaft wichtiger seien als „künstliche Bedürfnisse“. Say beeilt sich jedoch hinzuzufügen, dass staatliche Eingriffe nicht der richtige Weg sind, um echten Wohlstand zu erreichen.
Wert/Preis/Say: In Bezug auf die Bewertung oder Preisgestaltung der Leistungen der Produktionsfaktoren (oder, wie Say es ausdrücken würde, der „Agenten“) übernimmt Say die proto-österreichische im direkten Gegensatz zur Smith-Ricardo-Tradition. Da das subjektive menschliche Verlangen nach einem Gegenstand dessen Wert schafft und seinen Nutzen widerspiegelt, erhalten die Produktionsfaktoren ihren Wert aufgrund ihrer „Fähigkeit, den Nutzen zu schaffen, der dieses Verlangen hervorruft“.
Wert/SayVsRicardo: Ricardo, schreibt Say, glaubt, „dass der Wert der Produkte auf dem Wert der Produktionsmittel beruht“, d.h. dass der Wert der Produkte durch den Wert ihrer Produktionsfaktoren oder ihrer Produktionskosten bestimmt wird. Im Gegensatz dazu erklärt Say, dass „der gegenwärtige Wert der produktiven Anstrengung auf dem Wert einer Unzahl von Produkten beruht, die miteinander verglichen werden (...).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconSay I
Jean-Baptiste Say
Traité d’ Economie Politique Paris 1803

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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