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Diskriminierung: Diskriminierung ist die ungerechte oder vorurteilsbehaftete Behandlung von Menschen und Gruppen aufgrund von Merkmalen wie Rasse, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Ausrichtung oder Behinderung. Siehe auch Rassismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Gary S. Becker über Diskriminierung – Lexikon der Argumente

Henderson I 31
Diskriminierung/Kosten/Gary Becker/Henderson/Globerman: Im Jahr 1957 veröffentlichte Gary Becker, damals Wirtschaftsprofessor an der Columbia University, ein bahnbrechendes Buch mit dem Titel The Economics of Discrimination(1).
Die Kosten der Diskriminierung: Die wichtigste Botschaft des Buches lautet, dass ein Arbeitgeber, der bei der Einstellung von Mitarbeitern aufgrund ihrer Ethnie und nicht aufgrund ihrer Produktivität diskriminiert, auf Gewinne verzichtet. Mit anderen Worten: Diskriminierung hat seinen Preis.
Henderson I 32
Rassismus: Becker hat darauf hingewiesen, dass dies nicht bedeutet, dass es keine Diskriminierung gibt. Einige Arbeitgeber sind bereit, auf Gewinne zu verzichten, um das auszuüben, was Becker ihre „Vorliebe für Diskriminierung“ nennt. Er wies jedoch darauf hin, dass Diskriminierung für diejenigen, die sie ausüben, kostspielig ist und dass diese Kosten das Ausmaß der Diskriminierung begrenzen.
Die Nachfrage: Das Gesetz der Nachfrage, das besagt, dass die Menschen weniger kaufen, wenn der Preis von etwas steigt, gilt auch für Diskriminierung.
Alchian/Kessel: Alchian und sein Mitautor Reuben Kessel von der University of Chicago haben Beckers Erkenntnis aufgegriffen und weiterverfolgt.
Monopole und Diskriminierung: In seinem Buch(1) hatte Becker festgestellt, dass Schwarze häufiger von monopolistischen Unternehmen diskriminiert werden. Während Becker diese Tatsache nicht als Rätsel ansah, taten dies Alchian und Kessel.
Alchian/Kessel: In ihrem berühmten Artikel von 1962, „Competition, Monopoly and Pecuniary Gain“(2), fragten sie: „Aber warum diskriminieren monopolistische Unternehmen [Dunkelhäutige]* stärker als wettbewerbsorientierte Unternehmen?“
AlchianVsBecker: Sie fuhren fort und wiesen darauf hin, dass es keinen guten Grund gibt, oder zumindest keinen Grund, den Becker nennt, um zu erwarten, dass monopolistische Unternehmen Schwarze stärker diskriminieren als wettbewerbsfähige Unternehmen.
>Diskriminierung/Alchian.

*Im Original negroes.
1. Becker, Gary (1957). The Economics of Discrimination. University of Chicago Press.
2. Alchian, Armen A., and Reuben A. Kessel (1962). Competition, Monopoly and Pecuniary Gain. In H.G. Lewis (ed.), Aspects of Labor Economics (National Bureau of Economic Research): 157-183.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Becker, Gary S.

Henderson I
David R. Henderson
Steven Globerman
The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019

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> Gegenargumente gegen Becker
> Gegenargumente zu Diskriminierung

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