Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 485
Organisation/Olson: Wenn Organisationen über selektive Anreize verfügen, entwickeln sie eine Robustheit und Stabilität, die sie in die Lage versetzt zu überleben. Eine Organisation könnte potentiellen Mitgliedern keinen Anreiz zur Mitgliedschaft anbieten, wenn sie keinem weiteren Zweck dient als dem, ein Kollektivgut bereitzustellen (Siehe Soziale Güter/Olson): »Nur eine Organisation, die auch private oder nichtkollektive Güter verkauft, oder einzelne Mitglieder mit vorteilhaften gesellschaftlichen oder freizeitgestaltenden Einrichtungen versorgt, würde über derartige positive Anreize verfügen« (1). Privilegierten und mittelgroßen Gruppen kann es allerdings auch ohne selektive Anreize gelingen, eine Interessenvertretung bereitzustellen. In kleineren Gruppen wirken sich soziale Güter wie Lob und Tadel stärker aus.
Brocker I 486
Problem: große Gruppen sind stets in Gefahr durch kleinere Gruppen ausgebeutet zu werden: Bsp landwirtschaftliche Wanderarbeiter, Angestellte, Steuerzahler, Konsumenten: diese Gruppen haben meist keine Organisation, „die sie der Macht der organisierten oder monopolistischen Produzenten entgegenstellen könnten.“ (2)


1. Mancur Olson, The Logic of Collective Action: Public Goods and the Theory of Groups, Cambridge, Mass. 1965. Dt.: Mancur Olson, Die Logik des kollektiven Handelns: Kollektivgüter und die Theorie der Gruppen, Tübingen 1998 (zuerst 1968)., S. 131
2. Ebenda S. 163


Johannes Marx, „Mancur Olson, Die Logik des kollektiven Handelns“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

EconOlson I
Mancur Olson
The logic of collective action: Public goods and the theory of groups Cambridge 1965

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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