Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Mause I 74f
Demokratie/Brown: Die hohe Wertschätzung der lenkenden Kraft des Marktes und die weitgehende Ablehnung politischer Steuerung und Umverteilung im Neoliberalismus steht im Widerspruch zu demokratischen Grundwerten, vor allem zur Gleichheit aller Bürger. Darüber hinaus ist es das Signum des Politischen, dass kein eindeutiges „richtig“ oder „falsch“ existiert, und gerade darum wird die Demokratie als Medium der Selbstreflexion und -steuerung der Bürger mit dem Ziel der Vermittlung und Abwägung zwischen verschiedenen gleichberechtigten Interessen, Perspektiven und Werten normativ prioritär. (1)
Problem: die Institutionen und Prozeduren der liberalen Demokratie sind nicht mit Blick auf ökonomische Effizienzkriterien implementiert worden. (2)
Demokratie: besitzt einen intrinsischen Wert und die demokratischen Institutionen und Prozesse ermöglichen es, dass die Bürgerinnen und Bürger unter ihrem eigenen Gesetz leben. Der Wert demokratischer Selbstbestimmung kann nicht in der Münze der Effizienz ausgezahlt werden.


1.Vgl. W.Brown, Neoliberalism and the end of liberal democracy. Edgework. Critical Essays on Knowledge and Politics, Princeton 2005.
2.Ebenda S. 46.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

PolBrown I
Wendy Brown
American Nightmare:Neoliberalism, neoconservativism, and de-democratization 2006

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

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