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| Externalitäten: Externe Effekte sind unbeabsichtigte, positive oder negative Nebeneffekte oder Folgen wirtschaftlicher Aktivitäten, die sich auf Dritte auswirken, die nicht an der Transaktion beteiligt sind. Sie treten auf, wenn die Handlungen von Einzelpersonen oder Unternehmen Spillover-Effekte auf das Wohlergehen oder die Ressourcen anderer erzeugen, ohne dass dafür ein Ausgleich erfolgt. Beispiele hierfür sind die Umweltverschmutzung, die sich auf Gemeinden auswirkt, oder Innovationen, von denen nicht nur der Innovator profitiert. Siehe auch Kompensation, Wirtschaft._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Elinor Ostrom über Externalitäten – Lexikon der Argumente
Kiesling I 26 Soziale Kosten/Externalitäten/Ostrom/Kiesling: Die Allgegenwärtigkeit von Transaktionskosten schließt die Schwierigkeit ein, Eigentumsrechte zu definieren, so dass es Ressourcen und Kontexte gibt, in denen Gruppen von Menschen Ressourcen gemeinschaftlich nutzen und herausfinden müssen, wie sie diese am besten nutzen können. >Transaktionskosten/Coase, >Soziale Kosten/Coase, >Recht/Coase, >Information/Coase. Institutionelle Analyse: Elinor Ostrom leistete Pionierarbeit bei der vergleichenden institutionellen Analyse von Situationen mit gemeinsamen Ressourcen, wofür sie 2009 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Beispiel: Nehmen wir das Beispiel eines landwirtschaftlichen Dorfes mit einem Bewässerungsnetz, eine Situation, die Ostrom in ihrem 1990 erschienenen Buch Governing the Commons(1) analysierte. Wenn das Graben privater Brunnen und die Selbstbewässerung für den Einzelnen entweder zu kostspielig oder nicht durchführbar sind, dann profitieren die Menschen im Dorf von der alternativen Anordnung eines gemeinsamen Bewässerungsnetzes. Problem: In einem gemeinsam genutzten Netz haben die Dorfbewohner jedoch das Problem, dass jeder von ihnen einen Anreiz hat, so viel Wasser wie möglich zu entnehmen, was zu Knappheit und Verschwendung führen kann, da das Bewässerungsnetz eine Allmende-Ressource ist. >Trittbrettfahrer-Problem. Anreize: Ostrom sieht die grundlegende Ursache des Anreizproblems in einem Mangel an ausreichend definierten (unvollkommen definierten) Eigentumsrechten. Vgl. >Eigentumsrechte/Coase. Durch die Kombination von umfangreicher Feldarbeit und Daten mit der Spieltheorie (die Bewässerungssituation ist ein Beispiel für ein Gefangenendilemma, d.h. Individuen in einer Gruppe entscheiden sich dafür, in ihrem eigenen Interesse - auf Kosten der anderen - zu handeln, was nicht zu dem besten Ergebnis für alle führt) kam Ostrom zu der Einsicht, dass die Dorfbewohner einen institutionellen Rahmen entwickelt haben, der es ihnen ermöglicht, die „Tragödie der Allmende“ - Knappheit und Verschwendung - generell zu vermeiden, indem sie ein System von Nutzungsrechten an dem gemeinsamen Pool entwickeln. Zu diesem Zweck setzen sie Governance ein, um die Ressource bestmöglich zu nutzen. Vgl. >Gefangenendilemma. Dieser Bereich der vergleichenden Institutionenanalyse baut auf den institutionellen und Transaktionskosten-Grundlagen der Arbeit von Coase auf und wendet Coases Ansatz an, zu untersuchen, wie Menschen tatsächlich ihre Transaktionen arrangieren, Ansätze zur Konfliktreduzierung finden und als Ergebnis wohlfahrtssteigernde Governance-Institutionen entwickeln. >Ronald Coase, >Elinor Ostrom, >Institutionen/Ostrom, >Soziale Güter/Ostrom. 1. Ostrom, Elinor (1990). Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action. Cambridge University Press._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
EconOstr I Elinor Ostrom Governing the commons: The evolution of institutions for collective action Cambridge 1990 Kiesling I L. Lynne Kiesling The Essential Ronald Coase Vancouver: Fraser Institute. 2021 |
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