Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Mause I 579ff
Wohlfahrtsstaat/Politische Theorien: angesichts der empirischen Vielfalt der Ausgestaltung des Sozialstaats in den verschiedenen Ländern muss man davon ausgehen, dass man es im konkreten Fall eines untersuchten Landes mit einem Mischsystem zu tun hat. Der Begriff Wohlfahrtsstaat wird als konservativ kritisiert. (Schmidt 2005)(1). Zur Aufteilung in Systemtypen siehe Esping-Andersen 1990(2) und 1999(3).
Mause I 581
Geschichte des Wohlfahrtsstaats: der älteste Strang der vergleichenden Wohlfahrtsforschung gebrauchte sozialökonomische Schlüsselgrößen wie Stand der wirtschaftlichen Entwicklung, die Verbreitung der Beschäftigten im nichtagrarischen Sektor („Arbeitnehmerquote“) und weitere Begriffe der makrosoziologischen Modernisierung. (Zöllner 1963 (4); Wilensky 1975 (5).
Funktionalistische Erklärungen: hier geht es u.a. um Diffusion sozialpolitischer Effekte über territoriale Grenzen, z.B. soziales Lernen (Hall 1993) (6).
Garbage-Can-Theorie: hier geht es um das kontingente Zusammenspiel politischer Prozesse, ein Beispiel ist der Multiple Streams-Ansatz. (Kingdon 1984)(7).
Neuere Ansätze stellten dagegen Begriffe wie Macht, Konflikt und Instiitutionen in den Mittelpunkt und untersuchten Entscheidungsprozesse.
Parteiendifferenzthese/Hibbs: (Hibbs 1977) (8): die parteipolitische Zusammensetzung von Regierungen schlägt sich signifikant in international und historisch variablen Niveaus von Sozialausgaben nieder. (Castles 1982 (9); Schmidt 2005)


1. Manfred G. Schmidt, Sozialpolitik in Deutschland. Historische Entwicklung und internationaler Vergleich, Wiesbaden 2005
2. Esping-Andersen, Gøsta. 1990. The three worlds of welfare capitalism. Princeton 1990.
3. Esping-Andersen, Gøsta. Social foundations of postindustrial economies. Oxford 1999.
4. Zöllner, Detlev. Öffentliche Sozialleistungen und wirtschaftliche Entwicklung. Ein zeitlicher und internationaler Vergleich. Berlin 1963.
5. Wilensky, Harold L. 1975. The welfare state and equality. Structural and ideological roots of public expenditures. Berkeley 1975.
6. Peter A. Hall, 1993. Policy paradigms, social learning, and the state. The case of economic policymaking in Britain. Comparative Politics 25( 3): 275– 296.
7. Kingdon, John W., Agendas, alternatives, and public policies. Boston/ Toronto 1984.
8. Hibbs, Douglas A. 1977. Political parties and macroeconomic policy. American Political Science Review 71: 1467– 1487.
9. Castles, Francis G. The impact of parties on public expenditure. In The impact of parties: Politics and policies in democratic capitalist states, Hrsg. Francis G. Castles, 21– 96. London 1982.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Politische Theorien

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

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