Philosophie Lexikon der Argumente

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Mause I 413
Umweltpolitik/Neue Politische Ökonomie/Public Choice: da die Neue Politische Ökonomie annimmt, dass für das Handeln von Politikern die jeweiligen (kurzfristigen) Wiederwahlchancen eine zentrale Handlungsrestriktion darstellen, können in der Umweltpolitik gut informierte und einflussreiche politische Akteure oder Gruppen – abweichend vom Gemeinwohl – die Wahl umweltpolitischer Strategien gemäß ihren spezifischen Präferenzen (mit) gestalten oder auch blockieren (Döring und Pahl 2003, S.  94) (1), wie dies bereits von Olson (1965) (2) in seinen Überlegungen zur „Logik des kollektiven Handelns“ grundlegend ausgeführt wurde.
Partikularinteressen relativ kleiner und finanziell gut ausgestatteter Interessengruppen werden daher höhere Durchsetzungschancen haben.
Problem: heterogene Gruppen wie z.B. Steuerzahler, Konsumenten und Umweltaktivisten unterliegen damit einer Asymmetrie in Bezug auf Einfluss. Siehe auch Staat/Neue Politische Ökonomie.


1. Thomas Döring & Thilo Pahl. Kooperative Lösungen in der Umweltpolitik – eine ökonomische Sicht. In Kooperative Umweltpolitik, Hrsg. Bernd Hansjürgens, Wolfgang Köck und Georg Kneer, 89– 112. Baden-Baden 2003.
2. Mancur Olson, The logic of collective action: Public goods and the theory of groups. Cambridge 1965.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Neue Politische Ökonomie

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

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