Philosophie Lexikon der Argumente

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Brocker I 55
Zivilisation/Gandhi: Gandhi sieht in der Zivilisation eine Seuche (1). Doch bezieht sich das vor allem auf die westliche Zivilisation, die indische Zivilisation ruhe noch solide auf ihrem Fundament. »Rom ging unter, Griechenland ereilte das gleiche Schicksal; die Macht der Pharaonen wurde gebrochen; Japan wurde verwestlicht« (2); nur Indien besteht weiterhin, so Gandhi. Das Gujarati-Wort für Zivilisation bedeute »gutes Verhalten« (3). Die Erfüllung der Pflichten und die Befolgung der Moral seien das Gleiche. Es bedeute,
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dass man sich selbst beherrsche. Gandhi stellt die indische Lebensweise als eine bewusste Entscheidung der Ahnen dar. (4)


1. Mohandas Karamchand Gandhi, Hind Swaraj or Indian Home Rule, Ahmedabad 1938 (zuerst 1909). Dt.: Mahatma Gandhi, Hind Swaraj oder Indische Selbstregierung, in: ders., Ausgewählte Werke. Grundlegende Schriften, herausgegeben von Shriman Narayan, bearbeitet von Wolfgang Sternstein, Göttingen 2011, Bd. 3, S. 97, 100
2. Ebenda S. 121
3. Ebenda S. 122
4. Ebenda


Dietmar Rothermund, Mahatma Gandhi in: Brocker, Manfred, Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Gandhi, Mohandas Karamchand

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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