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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 632
Macht/WaltzVsDahl/Waltz: Waltz schließt sich nicht der gängigen Machtdefinition von Dahl (1957) (1) an:
Def Macht/Dahl: die Möglichkeit eines Akteurs ist, andere Akteure zu Handlungen zu bewegen, die diese andernfalls nicht unternommen hätten.
WaltzVsDahl: diese Definition ist für die Analyse politischer Prozesse unbrauchbar, da Politik vor allem der Bereich von unintendierten und unerwarteten Konsequenzen ist. (2)
Def Macht/Waltz: Macht besteht darin, dass Staaten die Politik anderer Staaten stärker beeinflussen als jene ihre eigene Politik. (3) Diese Beeinflussung muss gar nicht aktiv erfolgen. Das Ergebnis wird aber stets ungewiss bleiben, da das Resultat staatlichen Handelns durch die Umgebung, in der es stattfindet, beeinflusst wird. Das führt auch dazu, dass Waltz die Auffassung vertritt, dass es für seine Theorie nicht notwendig ist, anzunehmen, dass der Staat ein rational handelnder Akteur ist. (4)


1. Robert Dahl, “The Concept of Power”, in: Behavioral Science 2. 1957, S. 201-215.
2. Kenneth N. Waltz, America’s European Policy: Viewed in Global Perspective“; in. Wolfram Hanrieder (Hg.) The United States and Western Europe, Cambridge Mass. 1974, S. 13.
3. Kenneth N. Waltz Theory of International Politics, Reading, Mas. 1979, S. 192.
4. Ebenda, S. 76-77


Carlo Masala, „Kenneth N. Waltz, Theory of International Politics” in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

PolWaltz I
Kenneth N. Waltz
Man,the State and War New York 1959

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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