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Wissen: Wissen ist ein bewusstes Verhältnis zu Sätzen bzw. Aussagen oder Propositionen, das diesen auf gerechtfertigte Weise Wahrheit oder Falschheit zuspricht. Was gewusst wird, ist wahr. Umgekehrt gilt nicht, dass alles was wahr ist, auch gewusst wird. Siehe auch Wissen wie, Wissen dass, propositionales Wissen, Realismus, Fähigkeiten, Kompetenz, Wahrheit, Tatsachen, Sachverhalte, Sprache, Gewissheit, Überzeugungen, Allwissenheit, Logisches Wissen, Verlässlichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Benjamin Barber über Wissen – Lexikon der Argumente

Brocker I 687
Wissen/Politisches Wissen/Politik/Erkenntnistheorie/Barber: These: Politisches Wissen sei autonom gegenüber philosophischem Wissen. Die entscheidende Frage sei: entspring es dem schöpferischen Konsens autonomer Bürgerwillen? (1) Barber versteht Politik “als Erkenntnistheorie”. (2)
Barber: politisches Wissen sei nicht den vermeintlich absoluten Wahrheitsbedingungen der Philosophie unterworfen und auch nicht den grundlegenden Regeln wie der der Vermeidung des naturalistischen Fehlschlusses (des Schlusses vom Sein auf das Sollen). Siehe Naturalistischer Fehlschluss.
Skeptizismus/Barber: dieser sei selbst nur die andere Seite eines fehlgeleiteten Wahrheitsanspruchs.
Wissen/Zukunft/Barber: These: aufgrund seines Bezugs auf eine mögliche Zukunft könne politisches Wissen eine Art von Geltung erlangen, die weder auf Prinzipien noch auf Konventionen reduziert werden kann. Politisches Wissen schlage sich dabei in „funktionierenden Faustregeln“ nieder. (3)
Urteil/Wahrheit/Sprache/Barber: In der Politik geht es immer um die Frage „Was sollen wir tun?“. Individuelle Ziele würden dabei durch ihre öffentliche Thematisierung in Richtung einer „auf Gegenseitigkeit beruhenden Sprache der öffentlichen Güter“ reformuliert. (4)
((s)VsBarber: nicht jedes Problem kann in einer „Sprache der öffentlichen Güter“ reformuliert werden. Es sollte auch nicht das Ziel einer Gesellschaftsform sein, darauf abzuzielen. Siehe Psychotherapie, Selbstfindung etc.).


1. Benjamin Barber, Strong Democary, Participatory Politics for a New Age, Berkeley CA, 1984, Dt. Benjamin Barber, Starke Demokratie. Über die Teilhabe am Politischen, Hamburg 1994, S. 161f.
2. Ebenda chap 5 (engl). (Kap 2 dt.)
3. Ebenda S. 164.
4. Ebenda S. 165


Michael Haus, „Benjamin Barber, Starke Demokratie“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

PolBarb I
Benjamin Barber
The Truth of Power. Intellectual Affairs in the Clinton White House New York 2001

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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