Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 808
Universalgeschichte/Fukuyama: Fukuyama entwickelt in zweiten Teil seines Buchs(1), aufbauend auf Kant und Hegel, die Idee einer Universalgeschichte.
Def Universalgeschichte/Fukuyama: These: Geschichte ist ein Kampf um Ideen, nicht eine Abfolge von Ereignissen. Dies ist ein dialektischer Prozess: er ist gekennzeichnet durch Widersprüche, die sich verstärken und in revolutionärem Wandel enden, der wiederum Fortschritt bedeutet, nämlich in Richtung der Verwirklichung von Demokratie. Der Sinn der Geschichte besteht in der teleologischen Bewegung in Richtung Freiheit. Sie verfolgt also eine Richtung und ein Ziel.
Fortschritt/Fukuyama: Fortschritt ist zwar auch technologisch beeinflusst, aber technologischer Fortschritt allein kann die Entstehung und Durchsetzung von demokratischen Systemen nicht erklären. Dafür muss es einen anderen Antriebsmotor geben: den Kampf des Individuums um Anerkennung. Siehe Mensch/Fukuyama, Anerkennung/Fukuyama.


1. Francis Fukuyama, The End of History and the Last Man, New York 1992. Dt. Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir?, München 1992.


Anja Jetschke, „Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

PolFuku I
Francis Fukuyama
The End of History and the Last Man New York 1992

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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