Wirtschaft Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 131
Politische Parteien/Kelsen: Demokratie ist jedoch praktisch gesehen ohne Parteien unmöglich, weshalb Kelsen unmissverständlich festhält, dass die Demokratie »notwendig und unvermeidlich ein Parteienstaat« sein muss (1). Das Volk wird nur durch seine Integration in Parteien zur »politische[n] Potenz«(2). >Volk/Kelsen.
Brocker I 132
Kelsen geht von der Annahme aus, dass ein Volkswille nicht vorhanden ist und einfach nur erkannt werden muss, sondern dass die politische Einheit immer wieder aufs Neue zu organisieren ist. Daher begrüßt Kelsen auch Koalitionsregierungen als organisierte Formen des Kompromisses(3). Der Kompromiss wird hier zum Inbegriff des modus operandi der Demokratie.


1. Hans Kelsen, »Vom Wesen und Wert der Demokratie«, in: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik 47, 1920/1921, 50-85 (Separatdruck: Tübingen 1920). Erweiterte Fassung: Hans Kelsen, Vom Wesen und Wert der Demokratie, Tübingen 1929 (seitenidentischer Nachdruck:Aalen 1981), S. 20
2. Ebenda S. 23
3. Ebenda S. 62


Marcus Llanque, „Hans Kelsen, Vom Wesen und Wert der Demokratie“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Kelsen, Hans

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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