Wirtschaft Lexikon der Argumente

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Klimaziele/Rechte/Gardiner/Caney: Stephen Gardiner (2006)(1) argumentiert, dass die durch den potenziell katastrophalen Klimawandel gefährdeten Interessen bei weitem die Überlegungen überwiegen, das Wirtschaftswachstum zu reduzieren. Andere, insbesondere Simon Caney (2005a(2), 2009(3)), haben argumentiert, dass das Recht auf ein stabiles Klima als ein grundlegendes Menschenrecht angesehen werden sollte, da die grundlegenden Interessen von Leben, Gesundheit, Lebensunterhalt und Ortssicherheit, die alle durch den Klimawandel gefährdet sind, die Grundlage sowohl für moralische als auch für rechtliche Menschenrechte bilden. Weder Gardiner noch Caney unterstützen bestimmte Ziele, aber ihre Argumente scheinen die zwingendsten Ziele zu unterstützen, die derzeit in den politischen Debatten erreicht werden (z.B. Reduzierung der CO2-Konzentrationen auf 350 ppm, deutlich unter den heutigen Werten).
Rechte/Utilitarismus/VsGardiner/VsCaney: Ein Gegenargument ist, dass Verlust von Menschenleben alltäglich ist und einfach als weitere wirtschaftliche Kosten behandelt werden sollte; andernfalls werden Ressourcen für den Klimaschutz verschwendet, die mit anderen Mitteln, wie der Reduzierung von Malaria, mehr Leben retten könnten (Schelling 1997(4); Lomborg 2006(5)). Aber es scheint auch falsch zu sagen, dass wir Millionen von Menschen durch
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Umweltverschmutzung sterben lassen werden, weil wir einen Teil der Ersparnisse ausgeben können, um Schäden für andere billiger zu verhindern. Es scheint eine grundlegende Spannung zu geben zwischen der utilitaristischen Intuition, dass die Summe aller Leiden zählt, und der Intuition über Rechte, dass es darauf ankommt, wer genau dem Schaden oder Risiko ausgesetzt ist und warum (Baer and Sagar 2009(6)). >Utilitarismus.
Klimaziele: Allmählich hat sich ein Konsens darüber herausgebildet, dass wir einen Temperaturanstieg von weniger als 2°C gegenüber der vorindustriellen Zeit anstreben sollten; dennoch argumentieren viele der am wenigsten entwickelten Länder und kleine Inselstaaten jetzt, dass das Ziel 1,5 °C sein sollte. Die von verschiedenen Nationen bis Juni 2010 gemachten Zusagen zur Emissionsreduzierung scheinen jedoch weit davon entfernt zu sein, selbst ein 2°C-Ziel zu erreichen, was darauf hindeutet, dass unabhängig von der Rhetorik nationale wirtschaftliche Interessen immer noch Vorrang vor globalen Gerechtigkeitsfragen haben.



1. Gardiner, S. M. 2006. A core precautionary principle. Journal of Political Philosophy 14: 33–60.
2. Caney, S. 2005a. Cosmopolitan justice, responsibility and climate change. Leiden Journal of International Law 18: 747–75.
3. Caney, S. 2009. Human rights, responsibilities and climate change. In C. R. Beitz and R. E. Goodin (eds.), Global Basic Rights. Oxford: Oxford University Press.
4. Schelling, T. C. 1997. The cost of combating global warming: Facing the tradeoffs. Foreign Affairs 76: 8–14.
5. Lomborg, B. (ed.) 2006. How to Spend $50 Billion to Make the World a Better Place. Cambridge: Cambridge University Press.
6. Baer; P. and A. Sagar 2009. Ethics, rights and responsibilities. Pp. 262–9 in S. H. Schneider, A. Rosencranz, and M. D. Mastrandrea (eds.), Climate Change Science and Policy. Washington, DC: Island Press.


Baer, Paul: “International Justice”, In: John S. Dryzek, Richard B. Norgaard, David Schlosberg (eds.) (2011): The Oxford Handbook of Climate Change and Society. Oxford: Oxford University Press.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Caney, Simon

Norgaard I
Richard Norgaard
John S. Dryzek
The Oxford Handbook of Climate Change and Society Oxford 2011

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> Gegenargumente gegen Caney

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