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Rachel E. Kranton über Kommunikationsmodelle – Lexikon der Argumente

Kranton I 424
Kommunikationsmodelle/Benchmark-Modelle/Mittler/Bloch/Demange/Kranton: Es gibt eine Bevölkerung von |N| = n Mittler und zwei mögliche Naturzustände, θ ∈ {0, 1}.
Mittler: Verdienen Gewinne aus einer kollektiven Entscheidung oder einem Ergebnis; x ∈ {0, 1} bezeichnet das Ergebnis. Es gibt zwei Arten von Mittlern mit unterschiedlichen Einstellungen:
a) unvoreingenommene Mittler: (Satz U): Bevorzugen das Ergebnis, das dem natürlichen Zustand entspricht.
b) Voreingenommene Mittler: (Satz B) bevorzugen, dass das Ergebnis x= 1 implementiert wird, unabhängig vom natürlichen Zustand.
Die Anzahl der voreingenommenen und unvoreingenommenen Mittler in der Bevölkerung ist allgemein bekannt. Mittler haben einen gemeinsamen vorherigen Glauben, dass θ = 1 mit der Wahrscheinlichkeit π. Wir gehen davon aus, dass π < 1/2, sodass Mittler zunächst glauben, dass der wahre Zustand 0 ist, mit höherer Wahrscheinlichkeit. Bei dieser ersten Vorabinformation sind die Mittler besonders an glaubwürdigen Informationen interessiert, dass das Ergebnis 1 ist.
Interaktion: ist zwischen den Mittlern in drei Phasen unterteilt: (i) eine Phase der Erstellung von Nachrichten, (ii) eine Kommunikationsphase und (iii) eine Phase der gemeinsamen Abstimmung.
Kranton I 425
Kommunikation/Benchmark-Modelle/Kommunikationsmodelle/Kommunikationsmodelle/Nash Gleichgewicht/Kranton: Wir betrachten zwei Benchmark-Modelle der Kommunikation (...). Im "Rundfunk-Modell" sendet der empfangende Mittler seine Botschaft direkt an alle anderen Mittler. Im "Netzwerkkommunikationsmodell" sind die Mittler entlang eines sozialen Netzwerks organisiert. Mittler i empfängt eine Nachricht m(j) von einem seiner Nachbarn j und wählt, ob er seine Nachricht an alle anderen Nachbarn senden möchte oder nicht. >Rundfunkmodell, >Netzwerkmodell.
Nachdem alle möglichen Kommunikationen stattgefunden haben, stimmen die Mittler zwischen zwei Alternativen ab: 0 und 1.
Jeder voreingenommene Mittler stimmt für
Kranton I 426
Ergebnis 1 unabhängig von seinem späteren Glauben. Jeder unvoreingenommene Mittler stimmt für Ergebnis x = 1, wenn ρi > 1/2, und stimmt für Ergebnis 0, wenn ρi < 1/2 (...). (...) es ist optimal für unvoreingenommene Mittler, nach ihren Überzeugungen zu wählen.
Nash-Gleichgewicht: Ein Nash-Gleichgewicht des Abstimmungsspiels besteht aus den folgenden Strategien [.] Jeder unvoreingenommene Mittler i, stimmt für das Ergebnis x = 1, wenn ρi > 1/2, für das Ergebnis x = 0, wenn ρi < 1/2, und für 0 und 1 mit gleicher Wahrscheinlichkeit, wenn ρi = 1/2. Jeder unvoreingenommene Mittler stimmt für das Ergebnis x = 1."
(...) gehen wir davon aus, dass Mittler die kollektive Entscheidung auf diese Weise treffen und somit einen Anreiz haben, Informationen zu kommunizieren, die den späteren Glauben anderer und damit ihre "Stimmen" beeinflussen. Die vorherigen Überzeugungen der unvoreingenommenen Mittler sind, dass der Zustand 0 wahrscheinlicher ist und stimmen daher für Ergebnis 0, wenn es keine Möglichkeit der Kommunikation gibt. Ein besonderer Nutzen der Kommunikation besteht dann darin, zu lernen, dass 1 eher der wahre Zustand ist.


Francis Bloch, Gabrielle Demange & Rachel Kranton, 2018. "Rumors And Social Networks," International Economic Review, Department of Economics, University of Pennsylvania and Osaka University Institute of Social and Economic Research Association, vol. 59(2), pages 421-448.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Kranton I
Rachel E. Kranton
Francis Bloch
Gabrielle Demange,
Rumors And Social Networks 2018

Kranton II
Rachel E. Kranton
George A. Akerlof
Identity Economics: How Our Identities Shape Our Work, Wages, and Well-Being Princeton 2011

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