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Wohlfahrts��konomik über Chancengleichheit - Lexikon der Argumente

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Chancengleichheit/Wohlfahrtsökonomie/Moon: Faire Chancengleichheit setzt nicht nur voraus, dass es keine "willkürlichen" Barrieren für die Lebensentscheidungen gibt, die man treffen kann, wie z.B. rassen- oder geschlechtsbedingte Beschränkungen der Berufs- oder Bildungsmöglichkeiten, sondern dass jeder Zugang zu den Ressourcen und Erfahrungen hat, die notwendig sind, um sich für die verschiedenen Positionen und Karrieren zu qualifizieren, die es in der Gesellschaft gibt.
Institutionen: Eine faire Chancengleichheit unterstützt wohl nicht nur einen sozialen Mindeststaat, sondern auch einen institutionellen Wohlfahrtsstaat, in dem Bildung, vielleicht auch frühkindliche Bildung, und die medizinische Versorgung für alle auf einer gemeinsamen Basis erfolgt.
Probleme: aber, wie Wohlfahrtsrechte im Allgemeinen, können die Anforderungen einer fairen Chancengleichheit nur in spezifischen sozialen Kontexten spezifiziert werden; die Art
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der Bildungsmöglichkeiten, die in einer weitgehend agrarisch geprägten Gesellschaft, um ein offensichtliches Beispiel zu nennen, erforderlich sind, unterscheiden sich stark von denen, die in einem postindustriellen Umfeld erforderlich sind. (...) es ist notwendig, Kompromisse zwischen Chancengleichheit und anderen Werten, wie der Privatsphäre und der Autonomie der Familien, einzugehen. >Staatsbürgerschaft/Wohlfahrtsökonomik, >Wohlfahrtsstaat/Politische Theorien.


Moon, J. Donald 2004. „The Political Theory of the Welfare State“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Wohlfahrtsökonomik

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004

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