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| Konstitutionelle Ökonomie: Die Konstitutionelle Ökonomie untersucht die Beziehung zwischen Wirtschaftssystemen und den ihnen zugrunde liegenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie konzentriert sich auf die (wirtschaftlichen) Auswirkungen alternativer verfassungsrechtlicher Regelungen sowie auf die Entstehung und Änderung verfassungsrechtlicher Regelungen. Siehe auch Verfassung, Gesetze, Recht, Wirtschaft._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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James M. Buchanan über Konstitutionelle Ökonomie – Lexikon der Argumente
Boudreaux I 83 Konstitutionelle Ökonomie/Buchanan/Boudreaux/Holcombe: „Konstitutionelle politische Ökonomie ist ein Forschungsprogramm, das die Untersuchung auf die Funktionseigenschaften von Regeln und Institutionen richtet, innerhalb derer Individuen interagieren, sowie auf den Prozess, durch den diese Regeln und Institutionen gewählt oder ins Leben gerufen werden.“(1) Wahlmöglichkeit: Wir können nicht alles haben, was wir wollen, also müssen wir entscheiden, wie wir die knappen Ressourcen verteilen, um unsere zahlreichen Bedürfnisse und Wünsche bestmöglich zu befriedigen. Die Wirtschaftswissenschaften sind hervorragend darin, die Art und Weise zu beleuchten, wie Individuen Entscheidungen treffen, wenn sie verschiedenen Arten von „Zwängen“ und Möglichkeiten ausgesetzt sind - d. h. verschiedenen Arten und Mischungen von Zuckerbrot und Peitsche. Regeln/Buchanan: Es überrascht daher nicht, dass James Buchanan die Ökonomie nutzte, um den Prozess der Wahl zwischen Regeln zu beleuchten, die ihrem Wesen nach Zwänge sind, die die Möglichkeiten des Einzelnen bestimmen. Regeln sind Zwänge, die wir uns selbst auferlegen, im Gegensatz zu den Grenzen der Verfügbarkeit von Ressourcen und anderen Zwängen, die uns von Natur aus auferlegt werden. Institutionen: Die Gesamtheit solcher selbst auferlegter Regeln wird oft als „Institutionen“ bezeichnet. Viele dieser Regeln entstehen auf natürliche Weise im Laufe der menschlichen Interaktion. Ein Beispiel ist die Erwartung, dass Eltern sich um ihre kleinen Kinder kümmern. Andere dieser Regeln werden jedoch bewusst entworfen und auferlegt. Am offensichtlichsten sind hier die Gesetzgebung und die öffentliche Politik. Diese Regeln beeinflussen die Möglichkeiten, die jeder von uns hat, und somit auch die Entscheidungen, die jeder von uns trifft. Unabhängig davon, ob eine Regel „natürlich“ entstanden ist oder bewusst aufgestellt und auferlegt wurde, kann sie geändert werden. Boudreaux I 84 Konstitutionelle Ökonomie: Buchanan stellte fest, dass die ökonomische Analyse größtenteils die Entscheidungen untersucht, die die Menschen in Abhängigkeit von bestimmten Regeln treffen. Im Gegensatz dazu untersucht die Verfassungsökonomie die Wahl der Regeln selbst. Buchanan bezeichnet Entscheidungen darüber, wie diese Regeln aussehen sollten, als „konstitutionelle Entscheidungen“, während Entscheidungen, die Menschen innerhalb einer Reihe von Regeln treffen, als „postkonstitutionelle Entscheidungen“ bezeichnet werden. In einer Sportanalogie vergleicht Buchanan die verfassungsmäßigen Regeln mit den Spielregeln und die postkonstitutionellen Entscheidungen mit denen, die innerhalb der Spielregeln getroffen werden. Verfassungsrechtliche Entscheidungen sind die Entscheidungen, die die Regeln bestimmen, nach denen das Spiel gespielt wird. >Regeln/Buchanan. 1. J.M. Buchanan. (1990).,“The domain of constitutional economics“. Constit Polit Econ 1, 1–18 (1990). https://doi.org/10.1007/BF02393031_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
EconBuchan I James M. Buchanan Politics as Public Choice Carmel, IN 2000 Boudreaux I Donald J. Boudreaux Randall G. Holcombe The Essential James Buchanan Vancouver: The Fraser Institute 2021 Boudreaux II Donald J. Boudreaux The Essential Hayek Vancouver: Fraser Institute 2014 |
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