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| Handlungen: Handlungen sind bewusste und unbewusste menschliche Aktionen im Gegensatz zu physikalische Ereignissen. Die Handlung kann gegen den Willen des Handelnden erfolgen, jedoch nur, wenn der gegenteilige Wille nicht stark genug ist, die Ausführung gänzlich zu verhindern. _____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Handlungen – Lexikon der Argumente
Rothbard III 70 Handlung/Rothbard: (...) jede Handlung beinhaltet einen Tausch - das Aufgeben eines Zustandes gegen das, was der Handelnde als einen befriedigenderen Zustand erwartet. Rothbard III 71 Entscheidungen: (...) der Mensch muss immer handeln. Da er immer in der Lage ist, sein Los zu verbessern, ist auch das „Nichtstun“ eine Form des Handelns. „Nichtstun“ - oder seine ganze Zeit in der Freizeit zu verbringen - ist eine Entscheidung, die sich auf sein Angebot an Konsumgütern auswirken wird. Der Mensch muss also immer eine Entscheidung treffen und handeln. Da der Mensch immer handelt, muss er immer versuchen, die größte Höhe auf seiner Werteskala zu erreichen, unabhängig von der Art der in Frage kommenden Wahl. >Produktionsfaktoren/Rothbard, >Unternehmertum/Rothbard. Kosten/Nutzen/Handeln/Rothbard: (...) die Kosten eines Akteurs sind die entgangenen Gelegenheiten, in den Genuss der Güter der Konsumenten zu kommen. In ähnlicher Weise kann der (größere) Nutzen, den er aufgrund der Handlung zu erlangen erwartet, als sein psychisches Einkommen oder psychischer Ertrag betrachtet werden, der wiederum gleich dem Nutzen der Güter ist, die er als Ergebnis der Handlung konsumieren wird. Rothbard III 72 Zwecke/Ziele/Rothbard: Es ist wichtig zu erkennen, dass die Wirtschaftswissenschaft keine Gesetze über den Inhalt der Ziele des Menschen aufstellt. Rothbard III 305 Handlung/Rothbard: (...) [es gibt] ernste Gefahren der mathematischen Methode in der Ökonomie, da diese Methode die Voreingenommenheit der Annahme der Kontinuität oder des unendlich kleinen Schritts mit sich bringt. Die meisten Autoren der Wirtschaftswissenschaften halten diese Annahme für eine harmlose, aber potenziell sehr nützliche Fiktion und verweisen auf ihren großen Erfolg im Bereich der Physik. Sie übersehen dabei die enormen Unterschiede zwischen der Welt der Physik und der Welt des menschlichen Handelns. Das Problem besteht nicht einfach darin, sich die mikroskopischen Messinstrumente anzueignen, die die Physik entwickelt hat. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass sich die Physik mit unbelebten Objekten beschäftigt, die sich bewegen, aber nicht handeln. >Nutzen/Rothbard, >Grenznutzen/Rothbard, >Grenznutzen des Geldes/Jevons. Rothbard III 410 Handlung/Rothbard: Wenn wir sagen, dass die Zeitpräferenzpläne aller Individuen in der Gesellschaft den Zinssatz und das Verhältnis von Sparen und Konsum bestimmen, meinen wir alle Individuen, und nicht eine Art gesonderte Klasse namens „Kapitalisten“. >Produktionsstruktur/Rothbard, >Zeitpräferenz/Rothbard, >Zeit/Rothbard. Da die Produktionsstruktur im Hinblick auf verschiedene Klassen - Grundbesitzer, Arbeiter und Kapitalisten - analysiert wird, besteht die Versuchung, daraus zu schließen, dass es in der Gesellschaft drei eindeutig geschichtete Gruppen gibt von Menschen in der Gesellschaft gibt, die diesen Klassifizierungen entsprechen. In Wirklichkeit geht es bei der ökonomischen Analyse des Marktes um Funktionen und nicht um Personen per se. In Wirklichkeit gibt es keine besondere Klasse der Kapitalisten, die sich von den Arbeitern und Grundbesitzern abhebt. Das liegt nicht nur an der banalen Tatsache, dass selbst Kapitalisten auch Konsumenten sein müssen. Es liegt auch an der noch wichtigeren Tatsache, dass alle Konsumenten Kapitalisten sein können, wenn sie wollen. >Markt/Rothbard, >Konsum/Rothbard, >Produktionsfaktoren/Rothbard. Scheinbares Paradoxon: Wie kann ein Arbeiter oder ein Grundbesitzer ein Nachfrager nach gegenwärtigen Gütern sein und dann umgekehrt ein Anbieter von gegenwärtigen Gütern für Investitionen? Lösung/Rothbard: (...) die beiden Handlungen werden nicht gleichzeitig vollzogen, obwohl beide in gleichem Maße in der endlosen Runde der gleichmäßig rotierenden Wirtschaft (Evenly Rotating Economy, ERE) involviert sind. >Gleichmäßig rotierende Wirtschaft, >Nachfrage, >Angebot, >Konsumgüter, >Investitionsgüter, >Langlebige Güter, >Zeitpräferenz._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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