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| Zeitpräferenz: Zeitpräferenz bezieht sich auf die Neigung von Personen, die gegenwärtige Befriedigung gegenüber zukünftigen Gewinnen zu schätzen. Diese Einstellung beeinflusst die Entscheidungsfindung in der Wirtschaft._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Zeitpräferenz – Lexikon der Argumente
Rothbard III 375 Zeitpräferenz/Rothbard: (...) ein gegenwärtiges Gut ist jetzt mehr wert als sein gegenwärtiger Wert als zukünftiges Gut. Da Geld das allgemeine Tauschmittel ist, sowohl für den Zeitmarkt als auch für andere Märkte, ist Geld das gegenwärtige Gut, und die zukünftigen Güter sind gegenwärtige Erwartungen auf den zukünftigen Erwerb von Geld. Aus dem Gesetz der Zeitpräferenz folgt, dass gegenwärtiges Geld mehr wert ist als die gegenwärtige Erwartung der gleichen Menge an zukünftigem Geld. Mit anderen Worten: Zukünftiges Geld (wie wir die gegenwärtigen Erwartungen von Geld in der Zukunft nennen können) wird immer mit einem Abschlag gegenüber dem gegenwärtigen Geld gehandelt. Dieser Abschlag für zukünftige Güter im Vergleich zu gegenwärtigen Gütern (oder umgekehrt die Prämie, die gegenwärtige Güter gegenüber zukünftigen Gütern erhalten) ist der Zinssatz. >Zeit/Rothbard, >Zinsen/Rothbard, >Produktionsstruktur/Rothbard, >Produktion/Rothbard, >Kapitalstruktur/Rothbard, >Geld/Rothbard, >Darlehen/Rothbard, >Kredit/Rothbard. Rothbard III 774 Zeitpräferenz/Rothbard: Zeitpräferenz und die Geldmenge des Individuums: (...) die Geldmenge eines Individuums senkt die effektive Zeitpräferenzrate entlang des Zeitpräferenzschemas, und umgekehrt erhöht eine Abnahme die Zeitpräferenzrate. Geldnachfrage/Geldmenge/Zinsen: Warum trifft dies hier [im Fall des Individuums] nicht zu? Ganz einfach, weil wir uns mit der Geldmenge jedes Einzelnen befassen und davon ausgehen, dass der „reale“ Tauschwert jeder Geldeinheit gleichbleibt. Geldeinheiten: In diesem Fall bezieht sich der Zeitpräferenzplan auf „reale“ Geldeinheiten, nicht einfach auf das Geld selbst. Wenn sich der gesellschaftliche Geldbestand oder die Geldnachfrage ändert, ändert sich auch der objektive Tauschwert einer Geldeinheit (Kaufkraft der Geldeinheit). Sinkt der PPM (purchasing power of the monetary unit), dann kann mehr Geld in den Händen eines Individuums nicht notwendigerweise die Zeitpräferenzrate in seinem Zeitplan erhöhen, denn das zusätzliche Geld kann ihn nur gerade für den Rückgang des PPM kompensieren, und seine „reale Geldmenge“ kann daher die gleiche sein wie vorher. >Bargeldbilanz/Rothbard. Dies zeigt erneut, dass die Geldrelation (Geldmenge und Geldnachfrage) neutral gegenüber der Zeitpräferenz und dem reinen Zinssatz ist. Preise: Eine erhöhte Geldnachfrage senkt also tendenziell die Preise, ohne die Zeitpräferenz oder den reinen Zinssatz zu verändern. Rothbard III 997 Zeitpräferenz/Geldmenge/Inflation//Rothbard: Wenn der Markt nach einer Änderung der Geldmenge dazu tendiert, zu seinen bevorzugten Preisverhältnissen zurückzukehren, sollte es offensichtlich sein, dass dies eine Rückkehr zu seinem bevorzugten Spar-Investitions-Verhältnis beinhaltet, was die sozialen Zeitpräferenzen widerspiegelt. >Sparen/Rothbard, >Inflation/Rothbard, >Kreditexpansion/Rothbard._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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