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| Gleichgewichtszustand: In der Physik ist das Gleichgewicht ein Zustand, in dem die auf ein Objekt oder System wirkenden Kräfte ausgeglichen sind. Das bedeutet, dass die Nettokraft gleich Null ist und das Objekt oder System nicht beschleunigt wird. Der Begriff hilft zu verstehen, wie sich Objekte und Systeme bewegen und verhalten. Er wird auch in der Technik, Chemie und Wirtschaft verwendet._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Gleichgewicht – Lexikon der Argumente
Rothbard III 789 Gleichgewicht/Rothbard: Die Erwartung sinkender Faktorpreise beschleunigt die Bewegung zum Gleichgewicht und damit zum reinen Zinsverhältnis, das durch die Zeitpräferenz bestimmt wird.(1) >Produktionsfaktoren, >Faktormarkt, >Preis/Rothbard. Wenn z. B. die Gewerkschaften die Lohnsätze künstlich hoch halten, wird das „Horten“ zunehmen, da die Gewerkschaften die Lohnsätze immer höher halten als den Gleichgewichtswert, bei dem „Vollbeschäftigung“ aufrechterhalten werden kann. >Hortung/Rothbard, >Gewerkschaften/Rothbard. Diese induzierte Hortung senkt die Geldnachfrage nach Faktoren und erhöht die Arbeitslosigkeit noch weiter, aber nur wegen der starren Lohnsätze.(2) >Arbeitslosigkeit/Rothbard, >Geldnachfrage/Rothbard. Rothbard III 813 Gleichgewicht/Geldnachfrage/Geldmarkt/Rothbard: (...) ein Anstieg der Geldmenge führt zu einem Rückgang des PPM und ein Rückgang der Geldmenge führt zu einem Anstieg des PPM. Es gibt jedoch keinen einfachen und ereignislosen Anstieg und Fall des PPM. Denn eine Veränderung der Geldmenge ist nicht automatisch gleichzeitig. Wenn (...) die relativen Preise und Bewertungen für alle durchgängig gleich bleiben, ist das neue Gleichgewicht mit dem alten identisch, abgesehen von einer allgemeinen Preisänderung. In diesem Fall sind die Gewinne und Verluste vorübergehend und verschwinden mit dem Eintreten des neuen Gleichgewichts. Nachfrage/Zeit: Tatsächlich wird dies jedoch fast nie der Fall sein. Denn selbst wenn die Werte der Menschen eingefroren bleiben, verändert die Verschiebung des relativen Geldeinkommens während des Übergangs selbst die Struktur der Nachfrage. Präferenzen: Die Wohlstandsgewinner in der Übergangszeit werden eine andere Präferenz- und Nachfragestruktur haben als die Verlierer. Infolgedessen wird sich die Struktur der Nachfrage selbst verschieben, und das neue Gleichgewicht wird eine andere Reihe von relativen Preisen aufweisen. Zeitpräferenz: Auch für die Zeitpräferenzen wird die Veränderung wahrscheinlich nicht neutral sein. Die dauerhaften Gewinner werden zweifellos eine andere Struktur der Zeitpräferenzen haben als die dauerhaften Verlierer, und infolgedessen kann es zu einer dauerhaften Verschiebung der allgemeinen Zeitpräferenzen kommen. >Zeitpräferenz/Rothbard. Wirtschaft/Beobachtung: Was die Verschiebung sein wird oder in welche Richtung, kann die Wirtschaftswissenschaft natürlich nicht sagen. >Geldmarkt/Rothbard, >Beobachtung/Rothbard, >Messen/Rothbard. 1. W.H. Hutt kommt zu dem Schluss, dass das Gleichgewicht „gesichert ist, wenn alle Dienstleistungen und Produkte so bepreist sind, dass sie (i) in die Reichweite der Taschen der Menschen gebracht werden (d. h., dass sie mit dem vorhandenen Geldeinkommen gekauft werden können) oder (ii) in ein solches Verhältnis zu den vorhergesagten Preisen gebracht werden, dass kein Aufschub der Ausgaben für sie induziert wird. Zum Beispiel müssen die Produkte und Dienstleistungen, die bei der Herstellung von Investitionsgütern verwendet werden, so bepreist sein, dass die erwarteten zukünftigen Geldeinkommen in der Lage sind, die Dienstleistungen und die Abschreibung für neue Ausrüstungen oder Ersatz zu kaufen.“ (Hutt, "Significance of Price Flexibility," S. 394) 2. „Aufschiebungen (von Käufen) entstehen, weil man der Meinung ist, dass eine Senkung der Kosten (oder anderer Preise) geringer ist, als sie letztendlich stattfinden muss, oder weil die Kosten nicht schnell genug fallen.“ Ebd., S. 395._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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