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| Bürokratie: Bürokratie ist eine hierarchische Organisationsstruktur, die durch standardisierte Verfahren, klare Rollen und formale Regeln für die Entscheidungsfindung innerhalb eines Systems oder einer Institution gekennzeichnet ist._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Bürokratie – Lexikon der Argumente
Rothbard III 907 Bürokratie/Steuern/Rothbard: Seit Jahren suchen Autoren über öffentliche Finanzen nach der „neutralen Steuer“, d.h. nach dem Steuersystem, das den freien Markt intakt halten würde. Das Ziel dieser Suche ist völlig chimärisch. Die Ökonomen haben zum Beispiel oft versucht, die Steuern zu vereinheitlichen, so dass jede Person, oder zumindest jede Person in der gleichen Einkommensklasse, den gleichen Steuerbetrag zahlt. Dies ist jedoch von vornherein unmöglich, wie wir bereits anhand von Calhouns Nachweis gesehen haben, dass die Gemeinschaft unweigerlich in Steuerzahler und Steuerkonsumenten unterteilt ist, von denen man natürlich nicht sagen kann, dass sie überhaupt Steuern zahlen. Um die scharfe Analyse von Calhoun(1) zu wiederholen: „Es kann auch nicht anders sein, es sei denn, dass das, was von jedem Einzelnen in Form von Steuern eingezogen wird, an ihn in Form von Ausgaben zurückgegeben wird, was den Prozess sinnlos und absurd machen würde.“ >Besteuerung/Calhoun. RothbardVsBürokratie: Kurz gesagt, Regierungsbürokraten zahlen keine Steuern; sie verbrauchen die Steuereinnahmen. Wenn ein Privatmann mit einem Einkommen von 10.000 Dollar 2.000 Dollar an Steuern zahlt, zahlt der Bürokrat, der 10.000 Dollar verdient, nicht wirklich auch 2.000 Dollar an Steuern; dass er das angeblich tut, ist einfach eine buchhalterische Fiktion. In Wirklichkeit erwirbt er ein Einkommen von 8.000 Dollar und zahlt überhaupt keine Steuern. >Besteuerung/Rothbard. 1. Es ist in Mode gekommen zu behaupten, dass John C. Calhoun die Marxsche Lehre von der Klassenausbeutung vorweggenommen hat, aber in Wirklichkeit waren Calhouns „Klassen“ Kasten: Kreaturen der staatlichen Intervention selbst. Calhoun vertrat insbesondere die Auffassung, dass der binäre Eingriff der Besteuerung immer so erfolgen muss, dass einige Menschen in der Gemeinschaft zu Nettozahlern von Steuergeldern werden und die anderen zu Nettoempfängern. Calhoun definierte die Letzteren als „herrschende Klasse“ und die Ersteren als „Beherrschte“. Daraus folgt: „So wenig sie auch sein mögen, die Beamten und Angestellten der Regierung bilden den Teil der Gemeinschaft, der die ausschließlichen Empfänger des Steueraufkommens ist. Da aber die Empfänger nur einen Teil der Gemeinschaft ausmachen, folgt daraus ..., dass die Wirkung [des steuerlichen Prozesses] ungleich zwischen den Steuerzahlern und den Empfängern des Steueraufkommens sein muss. Es kann auch nicht anders sein, es sei denn, dass das, was von jedem Einzelnen in Form von Steuern eingezogen wird, an ihn in Form von Ausgaben zurückgegeben wird, was den Prozess sinnlos und absurd machen würde.... . Daraus muss zwangsläufig folgen, dass ein Teil des Gemeinwesens mehr Steuern zahlen muss, als er an Auszahlungen erhält, während ein anderer Teil mehr an Auszahlungen erhält, als er an Steuern zahlt. Es ist also offenkundig ..., daß die Steuern für den Teil des Gemeinwesens, der mehr an Auszahlungen erhält, als er an Steuern zahlt, in Wirklichkeit Prämien sein müssen, während sie für den anderen Teil, der mehr an Steuern zahlt, als er an Auszahlungen erhält, in Wirklichkeit Steuern sind, die nicht Prämien, sondern Lasten sind. Diese Folge ist unvermeidlich. Sie ergibt sich aus der Natur des Prozesses, seien die Steuern noch so gleichmäßig angelegt.... Das notwendige Ergebnis der ungleichen steuerlichen Maßnahmen der Regierung ist also, die Gemeinschaft in zwei große Klassen zu teilen: eine, die aus denen besteht, die in Wirklichkeit die Steuern zahlen und natürlich ausschließlich die Last des Unterhalts der Regierung tragen; und die andere, aus denen, die die Empfänger ihrer Einnahmen durch Auszahlungen sind und die in Wirklichkeit von der Regierung unterstützt werden; oder, die Wirkung davon ist, sie in antagonistische Beziehungen in Bezug auf die steuerlichen Maßnahmen der Regierung zu setzen.... Denn je höher die Steuern und Ausgaben sind, desto größer ist der Gewinn des einen und der Verlust des anderen und umgekehrt.... (John C. Calhoun, A Disquisition on Government [New York: Liberal Arts Press, 1953], S. 16-18)_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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