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Löhne: Ein Lohn oder ein Gehalt ist eine feste, regelmäßige Zahlung, die in der Regel auf monatlicher oder jährlicher Basis von einem Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer für seine Arbeit oder erbrachten Leistungen geleistet wird. Oft handelt es sich um einen im Voraus festgelegten Betrag, der in einem Vertrag oder in den Beschäftigungsbedingungen vereinbart wurde. Siehe auch Arbeit, Verträge.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Löhne – Lexikon der Argumente

Rothbard III 558
Löhne/Rothbard: Lohn ist der Begriff, der die Bezahlung für die Einheitsleistungen eines Arbeitsfaktors beschreibt. Ein Lohn ist daher ein Spezialfall der Miete; er ist die „Miete“ der Arbeit. Auf einem freien Markt kann diese Miete natürlich nicht kapitalisiert werden, da der ganze Faktor Arbeit - der Mensch - nicht für einen Preis gekauft und verkauft werden kann, so dass sein Einkommen seinem Besitzer zufällt. Genau dies geschieht jedoch in einem System der Sklaverei. Der Lohn ist in der Tat die einzige Rentenquelle, die auf dem freien Markt nicht kapitalisiert werden kann, da jeder Mensch notwendigerweise ein Selbsteigentümer mit einem unveräußerlichen Willen ist.
>Unveräußerlichkeit/Rothbard
, >Sklaverei/Rothbard, >Arbeit/Rothbard,
>Produktionsfaktoren/Rothbard, >Dienstleistung/Rothbard.
Ein Unterschied zwischen Löhnen und Bodenrenten besteht also darin, dass letztere kapitalisiert und in Zinserträge umgewandelt werden, während dies bei ersteren nicht der Fall ist.
>Kapitalisierung/Rothbard.
Rothbard III 580
Löhne/Rothbard: Es sind „Gesamtlohnsätze“, die auf dem Markt bestimmt werden. Sie tendieren dazu, sich auf dem Markt anzugleichen und auf das DMVP (abgezinstes Grenzwertprodukt) des Arbeiters festgelegt zu werden. Die Gesamtlohnsätze sind das Geld, das der Arbeitgeber für die Arbeitsleistung auszahlt. Sie entsprechen nicht notwendigerweise dem „Take-Home-Pay“ des Arbeitnehmers. Letzterer kann als „offener Lohnsatz“ bezeichnet werden. Nehmen wir also an, es gibt zwei konkurrierende Arbeitgeber, die sich um dieselbe Art von Arbeit bewerben.
Ein Arbeitgeber, Herr A, zahlt einen bestimmten Geldbetrag, nicht in Form von direkten Löhnen, sondern in Form von Pensionsfonds oder anderen „Sozialleistungen“. Diese Leistungen werden nicht als Geschenk des Arbeitgebers an die Arbeitnehmer hinzugefügt. Sie werden nicht zu den Gesamtlohnsätzen hinzukommen. Vielmehr werden die von Herrn A gezahlten offenen Lohnsätze entsprechend niedriger sein als die von seinem Konkurrenten, Herrn B, der keine Ausgaben für die „Sozialleistungen“ tätigen muss. Mit anderen Worten: Für den Arbeitgeber macht es keinen Unterschied, in welcher Form die Arbeitnehmer ihn Geld kosten, ob in Form von „Take-home pay“ oder in Form von Sozialleistungen. Er kann jedoch nicht mehr als das DMVP des Arbeitnehmers zahlen, d.h. das gesamte Lohneinkommen des Arbeitnehmers wird durch diesen Betrag festgelegt. Der Arbeitnehmer kann also selbst entscheiden, in welcher Form er seinen Lohn erhalten möchte und in welchem Verhältnis die Nettolohnsätze zu den Sozialleistungen stehen sollen.
>Arbeit/Rothbard, >Wirtschaft/Rothbard, >Produktionsfaktoren/Rothbard.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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