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Grenznutzen: Der Grenznutzen misst die zusätzliche Zufriedenheit oder den zusätzlichen Nutzen, der durch den Konsum einer weiteren Einheit eines Produkts oder einer Dienstleistung entsteht. Mit steigendem Konsum nimmt der Grenznutzen oft ab, da der Ertrag abnimmt - jede zusätzliche Einheit bietet weniger zusätzliche Zufriedenheit. Dieses Konzept ist von grundlegender Bedeutung für das Verständnis von Verbraucherentscheidungen, Präferenzen und der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Siehe auch Nützlichkeit, Nutzen, Grenzertrag.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Grenznutzen – Lexikon der Argumente

Rothbard III 72
Grenznutzen/Rothbard: Es ist zum Beispiel falsch, wie folgt zu argumentieren: Es ist möglich, dass ein Mann vier Eier braucht, um einen Kuchen zu backen. In diesem Fall kann das zweite Ei für einen weniger dringenden Zweck verwendet werden als das erste...(usw.)
Rothbard III 73
Dieses Argument vernachlässigt die Tatsache, dass eine „Ware“ nicht das physische Material ist, sondern jedes beliebige Material, von dem die Einheiten ein ebenso brauchbares Angebot darstellen.
>Konsumgüter/Rothbard
, >Investitionsgüter/Rothbard.
Rothbard III 301
Grenznutzen/Rothbard: Kaufkraft: Selbst wenn wir uns auf denselben Zeitraum beschränken, ist das Geldeinkommen kein unfehlbarer Ratgeber. Es gibt z.B. viele Konsumgüter, die sowohl durch Geldaustausch als auch außerhalb des Geldnexus erhältlich sind.
>Kaufkraft/Rothbard.
Psychisches Einkommen: Auch das psychische Einkommen kann nicht gemessen werden, wenn man sich auf Güter im Geldnexus beschränkt.
>Einkommen/Rothbard.
Nutzen/Grenznutzen: Daraus folgt, dass das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens des Geldes nur für die Bewertungen jeder einzelnen Person gilt. Es kann keinen Vergleich des Nutzens zwischen Personen geben. Wir können also nicht, wie es einige Autoren getan haben, behaupten, dass ein zusätzlicher Dollar für einen Rockefeller weniger wert ist als für einen armen Mann. Wenn Rockefeller plötzlich arm werden würde, wäre jeder Dollar für ihn mehr wert als jetzt; ebenso wäre jeder Dollar weniger wert als jetzt, wenn der Arme reich werden würde, wobei seine Wertmaßstäbe gleichbleiben würden.
RothbardVsTradition: Eine von den Autoren der Nutzentheorie allgemein vertretene Doktrin besagt, dass der Verbraucher so handelt, dass der Grenznutzen, den ein Gut für ihn hat, dem Preis dieses Gutes entspricht.
Rothbard III 302
RothbardVsJevons: Wenn nun ein Autor die Darstellung in Begriffen von stark teilbaren Gütern, wie Butter, und in Begriffen von kleinen Geldeinheiten, wie Pfennigen, formuliert, ist es leicht, unbedacht zu der Schlussfolgerung zu gelangen, dass der Verbraucher für jedes Gut so handeln wird, dass der Grenznutzen der Geldsumme und der Grenznutzen des Gutes zum Marktpreis ausgeglichen werden. Es sollte jedoch klar sein, dass es niemals einen solchen „Ausgleich“ gibt. Selbst bei den am besten teilbaren Gütern gibt es immer noch einen Rangunterschied zwischen den beiden Nutzen, nicht aber eine Angleichung. Natürlich versucht der Verbraucher, sein Geld so auszugeben, dass sich die beiden Werte so weit wie möglich angleichen, aber sie können niemals gleich sein. Außerdem unterscheidet sich der Grenznutzen jedes einzelnen Gutes nach dem Kauf im Rang von dem jedes anderen.
>Grenznutzen der Geldes/W. St. Jevons, >Grenznutzen des Geldes/Rothbard.
Rothbard III 464
Grenznutzen/Preis/Rothbard: Der Grenznutzen einer Einheit eines Gutes wird durch den abnehmenden Grenznutzenplan eines Menschen bestimmt, der ein bestimmtes Angebot oder einen bestimmten Bestand dieses Gutes bewertet. In ähnlicher Weise wird der Preis eines Konsumgutes auf dem Markt durch die - abnehmende - Gesamtnachfrage der Verbraucher und deren Schnittpunkt mit dem gegebenen Angebot oder Bestand eines Gutes bestimmt.
>Faktormarkt/Rothbard, >Produktionsfaktoren/Rothbard, >Grenzprodukt/Rothbard.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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> Gegenargumente gegen Rothbard
> Gegenargumente zu Grenznutzen

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