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| Arbeitslosigkeit: Arbeitslosigkeit bezeichnet den Zustand von Personen, die bereit und in der Lage sind, zu arbeiten, aber keine Beschäftigung finden können. Sie wird in der Regel als Prozentsatz der Arbeitskräfte gemessen, die in einer Volkswirtschaft aktiv nach einer Beschäftigung suchen. Dieses Phänomen wirkt sich auf die wirtschaftliche Stabilität und das soziale Wohlergehen aus._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Arbeitslosigkeit – Lexikon der Argumente
Rothbard III 581 Arbeitslosigkeit/Neoklassiker/Keynesianismus/Rothbard: Die Keynesianer führten Mitte der 1930er Jahre die Mode ein, zu deklamieren: Die neoklassische Ökonomie ist für ihr Spezialgebiet in Ordnung, aber sie geht von „Vollbeschäftigung“ aus. Da die „orthodoxe“ Ökonomie „Vollbeschäftigung“ voraussetzt, ist sie nur so lange gültig, wie „Vollbeschäftigung“ herrscht. Ist dies nicht der Fall, begeben wir uns in ein keynesianisches Wunderland, in dem alle wirtschaftlichen Wahrheiten ins Gegenteil verkehrt werden. „Vollbeschäftigung“ ist angeblich der Zustand, in dem es keine Arbeitslosigkeit gibt, und daher das Ziel, das alle anstreben. Rothbard III 582 An erster Stelle sollte betont werden, dass die Wirtschaftstheorie nicht von Vollbeschäftigung ausgeht“. Die Ökonomie „nimmt“ in der Tat nichts an. Die ganze Diskussion über angebliche „Annahmen“ spiegelt die Voreingenommenheit der Erkenntnistheorie der Physik wider, wo „Annahmen“ gemacht werden, ohne dass man ursprünglich ihre Gültigkeit kennt, und schließlich getestet wird, um zu sehen, ob ihre Folgerungen richtig sind oder nicht. Der Wirtschaftswissenschaftler „vermutet“ nicht; er weiß es. Er schlussfolgert auf der Grundlage der logischen Deduktion aus selbstverständlichen Axiomen, d. h. Axiomen, die entweder logisch oder empirisch unumstößlich sind. Was sagt nun die Volkswirtschaftslehre zum Thema Arbeitslosigkeit oder „Vollbeschäftigung“? Erstens gibt es kein „Problem“ bei der Arbeitslosigkeit von Boden- oder Investitionsgütern. (Der letztgenannte Zustand wird oft als „ungenutzte“ oder „ungenutzte Kapazität“ bezeichnet.) Wir haben oben gesehen, dass ein entscheidender Unterschied zwischen Boden und Arbeit darin besteht, dass Arbeit relativ knapp ist. Infolgedessen wird es immer ungenutzte Bodenfaktoren geben, oder, als weiteres Ergebnis, werden die Arbeitsfaktoren immer in dem Maße auf dem freien Markt beschäftigt werden, wie die Arbeitskräfte dazu bereit sind. Es gibt kein Problem mit „arbeitslosem Land“, da Land aus gutem Grund ungenutzt bleibt. Wäre dies nicht der Fall (und es ist vorstellbar, dass dies eines Tages nicht der Fall sein wird), wäre die Situation äußerst unangenehm. Wenn es jemals eine Zeit gibt, in der Land knapper ist als Arbeit, dann wird Land voll beschäftigt sein, und einige Arbeitsfaktoren werden entweder einen Nulllohn oder einen Lohn unterhalb des Existenzminimums erhalten. Dies ist das alte klassische Problem, dass die Bevölkerung das Nahrungsangebot auf ein Niveau unterhalb des Existenzminimums drückt, und dies ist in der Zukunft theoretisch durchaus möglich. >Arbeitslosigkeit/Keynesianismus. Rothbard III 584 Aber was ist mit dem arbeitsfähigen Arbeiter, der „keine Arbeit findet“? Diese Situation kann nicht eintreten. In jenen Fällen, in denen ein Arbeitnehmer auf einer bestimmten Art von Arbeit oder einem bestimmten Mindestlohn besteht, kann er natürlich „arbeitslos“ bleiben. Aber er tut dies nur aus eigenem Antrieb und auf eigene Verantwortung. Das gilt zwar für den allgemeinen Arbeitsmarkt, aber nicht unbedingt für bestimmte Arbeitsmärkte, für bestimmte Regionen oder Berufe (...)._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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