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Wertparadoxon: Das Wertparadoxon bezieht sich auf den scheinbaren Widerspruch, dass wesentliche Güter (z. B. Wasser) niedrige Marktpreise haben, während nicht wesentliche Güter (z. B. Diamanten) hohe Preise haben. Dies wird durch die Unterscheidung zwischen dem Gesamtnutzen (Bedeutung) und dem Grenznutzen (Wert der nächsten Einheit), der den Preis bestimmt, aufgelöst.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Klassische Ökonomie über Wertparadoxon - Lexikon der Argumente

Rothbard IV 4
Wertparadoxon/Klassische Ökonomie/VsKlassische Ökonomie/Rothbard: [Ein] entscheidender Fehler war, dass die klassische Ökonomie versucht hatte, die Wirtschaft in Begriffen von „Klassen“ zu analysieren, anstatt die Handlungen von Individuen. Infolgedessen konnten die klassischen Ökonomen keine korrekte Erklärung für die zugrunde liegenden Kräfte finden, die die Werte und relativen Preise von Waren und Dienstleistungen bestimmen; sie konnten auch nicht die Handlungen der Verbraucher analysieren, die die Aktivitäten der Produzenten in der Wirtschaft entscheidend bestimmen. Bei der Betrachtung von „Klassen“ von Gütern konnten die klassischen Ökonomen beispielsweise nie das „Wertparadoxon“ lösen: die Tatsache, dass Brot, obwohl es äußerst nützlich und der „Stab des Lebens“ ist, auf dem Markt einen niedrigen Wert hat, während Diamanten, ein Luxusgut und somit ein bloßer Firlefanz im Hinblick auf das menschliche Überleben, auf dem Markt einen sehr hohen Wert haben. Wenn Brot eindeutig nützlicher ist als Diamanten, warum wird Brot dann auf dem Markt so viel billiger bewertet? In ihrer Verzweiflung, dieses Paradoxon zu erklären, kamen die klassischen Ökonomen leider zu dem Schluss, dass die Werte grundsätzlich gespalten sind: Brot hat zwar einen höheren „Gebrauchswert“ als Diamanten, aber aus irgendeinem Grund einen niedrigeren „Tauschwert“.
Aus dieser Spaltung heraus prangerten spätere Generationen von Schriftstellern die Marktwirtschaft als tragische Fehlleitung von Ressourcen in die „Produktion für den Profit“ im Gegensatz zur weitaus nützlicheren „Produktion für den Nutzen“ an.
>Österreichische Schule
, >Preis, >Wert, >Werttheorie, >Waren.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.


Klassische Ökonomie

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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> Gegenargumente gegen Klassische Ökonomie
> Gegenargumente zu Wertparadoxon

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