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Kredit: In den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich der Begriff Kredit auf eine Vereinbarung, bei der ein Kreditgeber einem Kreditnehmer Gelder, Waren oder Dienstleistungen in der Erwartung einer künftigen Rückzahlung, oft mit Zinsen, zur Verfügung stellt. Er erleichtert einen Zahlungsaufschub und unterstützt die Wirtschaftstätigkeit, indem er Konsum, Investitionen und Geschäftstätigkeiten ohne sofortigen Bargeldeinsatz ermöglicht und somit eine wichtige Rolle in Finanzsystemen und Wirtschaftswachstum spielt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Kredit – Lexikon der Argumente

Rothbard III 166
Kredit/Rothbard: (...) eine dritte Art von Anspruch ergibt sich aus einem Kreditaustausch (oder Kreditgeschäft). Bei einer Kredittransaktion wird ein gegenwärtiges Gut gegen ein zukünftiges Gut getauscht, oder besser gesagt, gegen einen Anspruch auf ein zukünftiges Gut.
>Güter/Rothbard
, >Tausch/Rothbard, >Tauschwirtschaft.
Die Preise bei solchen Tauschgeschäften werden wie beim Tausch von gegenwärtigen Gütern durch Wertmaßstäbe und das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bestimmt.
>Zeitpräferenz, >Nachfrage/Rothbard, >Angebot/Rothbard.
Preis/Kredit: Es liegt auf der Hand, dass die verschiedenen Zeitpräferenzsätze - die letztlich durch die relativen Positionen auf der individuellen Werteskala bestimmt werden - den Preis des Kredittausches bestimmen. Darüber hinaus wird der Empfänger des gegenwärtigen Gutes - der Schuldner - immer eine größere Menge des Gutes in der Zukunft an den Gläubiger - denjenigen, der die Forderung erhält - zurückzahlen müssen, da die gleiche Anzahl von Einheiten als gegenwärtiges Gut mehr wert ist als als zukünftiges Gut.
Rothbard III 167
Der Gläubiger erbringt dem Schuldner die Dienstleistung, ein Gut in der Gegenwart zu nutzen, während der Schuldner für diese Dienstleistung bezahlt, indem er in der Zukunft eine größere Menge des Gutes zurückzahlt. In der Zwischenzeit besteht jedoch die Forderung, die im Austausch gegen andere Güter gekauft und verkauft werden kann. wagon. Der Preis für diesen Tausch wird wiederum durch die Angebots- und Nachfragetabelle bestimmt.
Marktpreis/Risiko: Die Nachfrage von [A] nach dem Schuldschein (oder die Nachfrage von [B], ihn zu halten) in Form von [Gütern] basiert also auf (a) dem direkten Nutzen und dem Tauschwert des [Gutes] und (b) dem Grenznutzen der hinzugefügten Einheiten des [(anderen) Gutes], der von ihm aus zwei möglichen Gründen abgezinst wird: (1) der Zeitspanne, die der Forderung bis zum „Fälligkeitsdatum“ verbleibt, und (2) der Einschätzung der Sicherheit des Schuldscheins. Je weniger Zeit also für eine Forderung auf ein bestimmtes Gut verbleibt, desto höher wird sie auf dem Markt bewertet werden.
Wird also eine Forderung im Austausch gegen ein anderes Gut (oder eine andere Forderung) übertragen, so ist dies an sich kein Kreditgeschäft. Ein Kredittausch setzt eine unvollendete Zahlung seitens des Schuldners voraus; (...).

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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